VHG-Vorsitzender Dieter Meyer äußert sich zur Mastenplatz-Entwicklung / Drogeriemarkt ist unstrittig

„Wir müssen einfach aufpassen“

VHG-Vorsitzender Dieter Meyer: „Es nützt nichts, wenn man das Wohnzimmer renoviert, dann aber draußen feiert.“

GRONAU Ein Drogeriemarkt soll auf dem inzwischen stadteigenen Mastenplatz im Osten Gronaus angesiedelt werden. „Im Prinzip ist das in Ordnung“, äußert sich Dieter Meyer zur Entwicklung des Mastenplatzes: „Das ist eine Lücke, die geschlossen werden muss“, spricht der Vorsitzende des Vereins für Handel und Gewerbe (VHG) den Drogeriemarkt an, den die Bevölkerung Gronaus schon seit langer Zeit fordert. Zugleich aber warnt er: „Wir müssen aufpassen, dass die weitere Entwicklung dort nicht zulasten der Innenstadt geht.“ Denn es soll mehr kommen, als nur Drogerie – Einzelheiten aber sind noch unbekannt.

Keine Frage: Für Dieter Meyer sei die Entwicklung im Osten der Stadt weit weniger kritisch als das damals geplante Fachmarktzentrum im Westen Gronaus. Trotzdem ist er überzeugt: „Wir wollten eigentlich die Innenstadt stärken.“ Daher blickt der VHG-Vorsitzende auch in Richtung des „Masterplans“ für die Innenstadt, die der etwa 100 Mitglieder zählende Verein weiter begleiten möchte. Doch: „Es nützt nichts, wenn man das Wohnzimmer renoviert, dann aber draußen feiert“, wendet er seinen Blick wieder gen Osten der Leinestadt. Die Sorge des Gewerbevereins liege auf der Hand: Kundenströme könnten dorthin gezogen werden. „Wir müssen schauen, wo die Grenzen liegen. Denn es werden ja nicht mehr Käufer“, appelliert er, keine innenstadtschädlichen Sortimente im Osten anzusiedeln: „Wir müssen einfach aufpassen, wer da hinkommt.“ Deshalb blicke der VHG auch mit „ein bisschen Bauchweh“ auf die Entwicklung, wobei der Drogeriemarkt unstrittig sei. „Da schreit man ja überall nach“, kennt Dieter Meyer die große Nachfrage nach Drogerie.

Der Verein für Handel und Gewerbe wünsche sich für die Zukunft, mehr noch in solche Entwicklungen einbezogen zu werden. „Meinungsvielfalt ist doch wichtig“, betont er im Gespräch mit der LDZ: „Wir stehen hinter dem Tresen und hören den Bedarf der Kunden.“ Daher will der Gewerbeverein auch die Gespräche mit der Verwaltung wieder aufnehmen. Einst hatten sich die Verwaltung und der Gewerbeverein zweimal im Jahr an einen Tisch gesetzt, um aktuelle Entwicklungen zu besprechen. Im Zuge der emotionsgeladenen Debatte um das Fachmarktzentrum seien diese Treffen jedoch eingeschlafen, wie Dieter Meyer berichtet. Nun aber wolle der VHG die Gespräche wieder beleben, freut sich der Vorsitzende, dass wieder eine „angenehme Diskussionskultur“ in Gronau herrsche, die die Leinestadt weiter voranbringe.

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