Rainer Wachalski erinnert an „Pflicht jedes Bürgers“, zur Wahl zu gehen

„Wir können Probleme nur gemeinsam lösen“

Rainer Wachalski, Vorsitzender des SPD-Samtgemeindeverbands, ruft die Bevölkerung auf, am kommenden Sonntag von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.

In wenigen Tagen ist Niedersachsens Bevölkerung aufgerufen, zur Wahl zu gehen und bei der Partei ihres Vertrauens ein Kreuzchen zu setzen. Doch Umfragen zufolge sind noch immer über 40 Prozent der Bürger unentschlossen, welcher Partei sie ihre Stimme geben und ob sie gar überhaupt von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen sollen. Für Rainer Wachalski höchste Zeit, die Bevölkerung „wachzurütteln“: „Nur der Wähler hat schließlich am Ende das Recht, Kritik zu üben“, betont der SPD-Samtgemeindeverbands-Vorsitzende, der im Rahmen des Gesprächs mit der LDZ sein Parteibuch beiseite schiebt.

Er will nämlich nicht über Parteiinhalte sprechen, er will vielmehr appellieren, am kommenden Sonntag, 20. Januar, zur Landtagswahl zu gehen. „Wir haben hier im Ort zusammengesessen“, schildert der Bethelner seine Eindrücke, „und haben festgestellt, dass wir hier in den Dörfern unser alltägliches Leben selbst in die Hand nehmen“. Doch um diesen alltäglichen Aufgaben gerecht werden zu können, bedürfe es Menschen, die gemeinschaftlich handeln. „Mir hat einmal ein Urgestein aus dem Landtag gesagt: Wir wollen da leben, wo wir zufrieden sind“, erinnert sich Rainer Wachalski. Sicher hätten sich Probleme verändert, wohl auch Strukturen. „Aber wenn man zehn Jahre zurückschaut, hat es auch bereits Probleme gegeben“, gibt er zu bedenken. Schon zu diesem Zeitpunkt habe sich eine Gemeinschaft gefunden, um sich den Aufgaben zu stellen. „Auch heute können wir die Probleme lösen – innerhalb einer Gemeinschaft“, ist er überzeugt. Und die Bevölkerung könne sich glücklich schätzen: „Wir haben eine hervorragende Verfassung in Deutschland.“ Diese ermögliche es den Bürgern, mitzuentscheiden, „wer am runden Tisch sitzt und für uns spricht“, verweist Rainer Wachalski auf die Parteien, die sich mit diesen heutigen Problemen befassen. Doch wer mitbestimmen will, muss am kommenden Sonntag zur Wahl gehen. „Das ist eine Pflicht für jeden Bürger“, betont der Bethelner, der zugleich an die Bevölkerung appelliert, auf ältere Menschen zu achten, sie gar mit zum Wahllokal zu nehmen, damit auch sie die Chance erhalten, ihre Stimme abzugeben. Und auch Freunde und Nachbarn sollten angesprochen werden, ob diese von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. „Wir können die Probleme heute nur gemeinsam lösen“, verleiht er seinem Appell Nachdruck und spricht alle Generationen gleichermaßen an. „Wenn wir uns alle zusammenraufen, wird es auch Lösungsmöglichkeiten geben.“ Es scheine zwar stets so, dass nur „die Alten“ an allen Schalthebeln sitzen, doch dies sei eben der heutigen Altersstruktur geschuldet. Doch auch die jüngere Generation sei aufgefordert, Politik mitzugestalten, um eben auch „Möglichkeiten zu erhalten, relativ früh Verantwortung übernehmen zu können“.

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