Gemeindebrandmeister Frank Kirchner appelliert an Landwirte, Wassertanks bereitzuhalten

„Wir brauchen Unterstützung“

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Aufruf zur Zusammenarbeit, um für mögliche Flächenbrände Wasser vorzuhalten: Gemeindebrandmeister Frank Kirchner (rechts) hat in Julian Brinkmann vom Hof Block-Grupe in Banteln gleich einen Partner gefunden. Nun hofft er auf weitere Mitstreiter aus den Reihen der hiesigen Landwirte.

GRONAU Die Wald- und Flächenbrandgefahr ist im Leinebergland so hoch wie lange nicht mehr. Schnell könnte ein Brand außer Kontrolle geraten – auch durch die drehenden Winde. Gemeindebrandmeister Frank Kirchner ruft daher die Landwirte zur Mithilfe auf und bittet sie, Wassertanks bereitzuhalten.

Mit zwölf Fahrzeugen der ehemaligen Samtgemeinde Gronau und 12 000 Liter Wasser kämpften die Brandschützer am Sonntag gegen die Flammen bei einem Feldbrand bei Brüggen (die LDZ berichtete). „Das hört sich zwar viel an, ist aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein“, berichtet Frank Kirchner. „Der Wind dreht laufend. Wir mussten die Schläuche liegen lassen und erstmal die Autos rausholen, weil das Feuer umgeschlagen ist“, schildert er die noch glimpflich ausgegangene Situation. Besondere Sorgen bereitete der Freiwilligen Feuerwehr die Nähe zum Wald. „Bei einem sich so rasant ausbreitenden Flächenbrand kommen wir nicht hinterher“, räumt Kirchner ein. Deshalb würde er sich über Unterstützung durch die Landwirte freuen. Ein kurzer Anruf bei Landwirt Friedrich-Georg Block-Grupe am nächsten Morgen – und schon hatte dieser ihm seine Hilfe zugesichert. „Seit einer Woche steht der Trecker mit angehängtem Wasserfass auf dem Rittergut bereit“, erklärt sein Verwalter Julian Brinkmann. Denn auch den Landwirten bereitet die anhaltende Trockenheit große Sorgen. „Wenn so ein Getreidefeld einmal brennt, ist die Ernte dahin“, stellt Brinkmann fest. Beispiele habe er im Osten Deutschlands diesen Sommer bereits gesehen. „Wir brauchen die Landwirte“, appelliert Kirchner an jeden, dem ebenfalls ein Wassertank zur Verfügung steht, diesen bereitzuhalten. „Wir brauchen Zugriff auf Wasserwagen und Trecker mit angehängtem Grubber“, so der Gemeindebrandmeister. Bei Block-Grupe sei die Situation auch insofern erfreulich, dass alle Mitarbeiter auch in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv sind. „Ich möchte die Landwirte motivieren, sich bei mir zu melden, wenn sie ein entsprechendes Fahrzeug zur Verfügung stellen können“, bereitet die Trockenheit Kirchner weiterhin große Sorge. „Selbst wenn es jetzt mal ein paar Tropfen regnet, der Boden ist so ausgetrocknet, die Gefahr ist weiterhin hoch“, bestägt auch Julian Brinkmann. Mit dem Grubber könnte relativ schnell eine Brandschneise gezogen oder das Feld umgegraben werden, um dem Feuer die Nahrung zu entziehen. Besonders wünschenswert wäre es, wenn sich Landwirte im gesamten Gebiet des Leineberglands melden würden. „Vor allem die Lage im Duinger Raum bereitet mir Sorgen“, sagt Kirchner, weshalb es auch schon einen Ortstermin am Bruchsee gab. Gemeindebrandmeister Frank Kirchner hofft auf Unterstützung und ist unter der Mobilnummer 0160/ 90966788 zu erreichen, um sich mit den Landwirten abzusprechen. kim

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