Schon jetzt wird über eine Wiederholung nachgedacht / Wann, noch offen

Western-Spektakel lockt Besucher in Scharen an

Westernreiten in der Barfelder „Prärie“: Die Reiterinnen zeigen, was sie können.

BARFELDE „Gestatten: „Old Henry – Waldläufer, Trapper, Fallensteller und Scout“: Heinrich Öhl sticht beim Country- und Westernfest in Barfelde geradezu ins Auge. Bis ins kleinste Detail ist der 66-jährige Hildesheimer stilecht gekleidet. Schließlich nimmt er seine Rolle ernst. Da darf natürlich auch der alte Vorderlader nicht fehlen – ohne Pulver und Kugeln versteht sich. „Das wäre einfach zu gefährlich.“

„Old Henry“ ist Bewohner des historischen Siedlerdorfes „Mountain Valley“, das am Wochenende sein Lager auf dem Barfelder Sportplatz aufgeschlagen hat. Auch andere Bewohner mit klangvollen Namen wie „Jonathan Wulf McGrey“ und „Grady O’Malley“ präsentierten sich in originalgetreuer Kleidung. Denn es war Country- und Westernfest, das die „Despe Valley Dancers“ zusammen mit der Reservistenkameradschaft Despetal auf die Beine gestellt hatten.

Fast ein Jahr liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren, denn schließlich muss an alles gedacht sein. Die Leiterin der „Despe Valley Dancers“, Marion Esse, war als Hauptorganisatorin tätig und holte die Reservistenkameradschaft Despetal mit ins Boot, um ein Spektakel dieser Größenordnung ausrichten zu können. Auch die Landwirte waren mit von der Partie, schließlich stellten sie die angrenzenden Felder für Parkflächen und die Camper zur Verfügung. So war es dann ein 60-köpfiges Helferteam, das für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung sorgte.

Und die Mühe hat sich auf jeden Fall gelohnt. Das Fest – eigentlich eher schon ein Festival – wurde ein voller Erfolg. Über 1 000 Besucher wollten in die Welt der Cowboys und Indianer eintauchen. Ein großes Programm hatte auch für jeden etwas zu bieten – Verkaufsstände, kulinarische Leckereien, viele Tanzvorführungen, reichlich Musik und zig weitere Aktionen ließen keine Wünsche und Erwartungen offen.

Auch eine Trecker-Ausfahrt gab es, 30 historische Traktoren tuckerten am Sonnabendvormittag durch Barfelde, die neugierige Blicke der vielen Schaulustigen auf sich zogen. Anschließend standen die Fahrzeuge in langer Reihe am Sportplatz nebeneinander, wo sie aus nächster Nähe bestaunt werden konnten.

Am Freitag- und Samstagabend war Partystimmung mit Live-Musik und Vorführungen garantiert. Auch der „Cancan“ durfte natürlich nicht fehlen. Für Getränke und Speisen war für Akteure und Besucher unter anderem im „Saloon“ gesorgt.

Hauptorganisatorin Marion Esse ist am Ende erschöpft, aber mehr als zufrieden. Über eine Wiederholung denkt sie bereits nach. Doch wann genau, steht jetzt noch nicht fest.

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