Hildesheimer Delegation mit Oberbürgermeister Kurt Machens besichtigt Gronaus hochmoderne Grundschule

Wenn die Großstadt in die Fläche schaut...

Bauamtsleiter Hans Kirsch (rechts) erläutert der Delegation aus Hildesheim die Klassenräume der Gronauer Grundschule, hier mit Gronaus Samtgemeindebürgermeister Rainer Mertens (4.v.r.), Hildesheims Oberbürgermeister Kurt Machens (3.v.r.) und Neuhofs Ortsbürgermeister Lothar Ranke (2.v.r.) sowie Grundschulleiterin Birgit Müller (links). Foto: Klein

GRONAU Auf ihre hochmoderne Grundschule können die Gronauer stolz sein. Seit ihrer Inbetriebnahme vor rund einem Jahr steht sie im Mittelpunkt des Interesses vieler Menschen, weit über Gronaus Grenzen hinaus. Besuchergruppen gehen ein und aus – jetzt reiste sogar eine Delegation aus der Kreisstadt mit Oberbürgermeister Kurt Machens an, um sich einen Eindruck vom Grundschulneubau zu verschaffen.

„Diese Schule ist nach modernsten Gesichtspunkten gebaut worden, um ein Umfeld zu schaffen, in der Pädagogik hervorragend arbeiten kann“, betont Bauamtsleiter Hans Kirsch. Knapp sieben Millionen Euro hat die Samtgemeinde in den Schulneubau investiert, dessen Planung allein rund ein Jahr in Anspruch genommen hat. Besonders wichtig sei der Verwaltung damals gewesen, alle Beteiligten ins Boot zu holen: So war nicht nur die Politik eingebunden, sondern auch Vertreter aus der Elternschaft und des Schulkollegiums. „Wir sind sehr dankbar, dass wir stets involviert waren“, lobt Schulleiterin Birgit Müller die Planungsphase, in der alle Wünsche, selbst die Unterbringung der schuleigenen Meerschweinchen, berücksichtigt worden sind. So konnte sich die Schule auch bei der Wahl des Mobiliars einbringen und setzte hier vor allem auf Flexibilität, um der „Pädagogik der Zukunft“ gerecht werden zu können. „Gronau ist der Ort der kurzen Wege in der Zusammenarbeit“, betont Birgit Müller, die sich mit ihrem Kollegium und den rund 250 Schülern längst eingelebt hat.

Initialzündung

Die Initialzündung für einen Neubau hat damals der Startschuss für die Kooperative Gesamtschule in der Leinestadt gegeben. Damit nämlich ging der Verkauf des ehemaligen Grundschulgebäudes einher. Allerdings verdeutlicht Samtgemeindebürgermeister Rainer Mertens, dass vor Ort kräftig in die Tasche gegriffen werden müsse, um dieses Ganztagsschulangebot vorhalten zu können: Allein die Ganztagsbetreuung kostet weit über 100 000 Euro, und „die gleiche Summe können Sie noch einmal für das Mittagessen draufsatteln“, informiert er. Wie Bauamtsleiter Hans Kirsch zudem verdeutlicht, muss auch die Technik anders als bei damaligen Schulgebäuden regelmäßig gewartet werden. Statt des einstigen Dampfkessels befindet sich im Keller eine Steuerzentrale mit umfangreicher Technik für den Passivhaus-Bau. Doch der Umweltschutzgedanke werde gelebt: Wie Maik Götze von der Verwaltung nämlich mitteilt, sind von Dezember 2011, also noch in der Bauphase, bis zum gleichen Monat des vergangenen Jahres lediglich ein Drittel der bisherigen Heizkosten fällig geworden.

Lob von Kurt Machens

„Ich habe einen überaus positiven Eindruck gewonnen“, verdeutlicht Oberbürgermeister Kurt Machens, der angesichts der Debatte über die Grundschule in Neuhof mit einer Delegation aus Vertretern der Stadt Hildesheim, der Politik sowie aus der dortigen Schule und Elternschaft angereist war. Dass am Gebäude der Anfang der 70er Jahre gebauten Grundschule in Neuhof etwas getan werden muss, darüber ist man sich wohl einig – nicht aber über den Umfang. Laut Machens werden Überlegungen angestellt, ob angesichts der Kosten einer Renovierung nicht ein Neubau die günstigere Lösung wäre. „Ich kann nur gratulieren“, richtet Kurt Machens an Gronaus Verwaltungschef – vor allem, wie „gut durchdacht“ das Konzept der Gronauer Grundschule im Rahmen eines gemeinschaftlichen Planungsprozesses wurde. Rainer Mertens freut sich: „Es macht uns natürlich stolz, wenn die Großstadt Hildesheim in die Fläche schaut.“

Beeindruckt ist auch der Ortsbürgermeister aus Neuhof, Lothar Ranke: „Jeder kann sich nur wünschen, so eine Schule in seinem Bereich sein Eigen nennen zu dürfen.“ Die Grundschule in Neuhof müsste „von Grund auf saniert werden“, informiert der Ortsbürgermeister, dessen Wunsch nach einem Schulneubau groß sei. Dann nämlich wäre der Schulstandort für die kommenden 30, 40 Jahre gesichert. Doch er ist realistisch: „Ich weiß nicht, ob der Wunsch hier nicht größer ist als die Möglichkeiten, die wir haben.“

Laut Neuhofs Schulleiterin Claudia Marie Wendt zählt die Einrichtung derzeit 73 Schüler – mit leicht steigender Tendenz. „Wir wollen in jedem Fall weiter mit den Gronauern zusammenarbeiten, um eine schöne bauliche Lösung für uns zu finden“, äußert sie ihren Wunsch, den die Gronauer sogleich erfüllen – sowohl Birgit Müller als auch Rainer Mertens und sein Team vom Bauamt sichern zu, für weitere Fragen jederzeit zur Verfügung zu stehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare