CJD Elze will demnächst schriftlich Interesse an Eimer Grundschule bekunden

„Wenn wir etwas anfassen, denken wir ans Gelingen“

CJD-Schul- und Einrichtungsleiter Eckhard Nührig: „Ein kluges Miteinander von öffentlichen und freien Schulen halte ich für eine Bereicherung der Schullandschaft – auch in der Samtgemeinde Gronau.“

EIME Eimes Sonnenbergschule soll geschlossen werden – so lautet die allseits bekannte Entscheidung des Samtgemeinderates. Nun aber könnte neue Bewegung in die Angelegenheit kommen: Das CJD Elze hat Interesse, die Grundschule als freier Träger zu übernehmen. Doch zunächst liegt der Ball bei der Politik, wie Schul- und Einrichtungsleiter Eckhard Nührig im Gespräch mit der LDZ verdeutlicht.

„Wir beobachten die schulpolitischen Veränderungen in der Region genau“, informiert Eckhard Nührig zu Beginn des Gesprächs. Dass das CJD eine Grundschule im Landkreis Hildesheim als freier Träger übernehmen kann, zeigt ein Beispiel aus der Nachbarkommune Nordstemmen. „Wir sind sehr glücklich, dass wir in diesem Jahr eine neue Grundschule in Adensen einrichten konnten“, weist Eckhard Nührig auf die erfolgreiche Kooperation mit dem dortigen Schulförderverein hin. 19 Schüler zählt die kleine Einrichtung in Adensen. Und die Anmeldezahlen für das kommende Schuljahr seien „erfreulich hoch“, so dass „wir auch im Jahr 2014 mit einer neuen ersten Klasse diese Entwicklung fortsetzen können“. Ein Drittel der Kinder stammt aus Adensen, zwei Drittel aus anderen Komunen, ja sogar aus der Region Hannover.

„Ich empfinde es als Pflicht, genau zu prüfen, was schulpolitisch geboten ist, wenn es jetzt zu bedeutsamen Veränderungen wie einer Schulschließung kommt“, betont der Schul- und Einrichtungsleiter. Das CJD bekundet also Interesse, die Grundschule in Eime als freier Träger zu übernehmen. Doch es gibt laut Nührig drei Komponenten, die erfüllt werden müssen: Zum einen muss die Kommune eine CJD-Schule befürworten, zum anderen muss die Bevölkerung diese deutlich wollen. Und drittens: „Das CJD muss imstande sein, eine derartige Schule aufzubauen, weiterzuentwickeln und qualitativ so gut sein, um diese langfristig führen zu können“, erläutert Eckhard Nührig. Denn „Schule eignet sich nicht als Experimentierfeld“, betont er. Demnächst wird das CJD Elze sein Interesse an der Eimer Grundschule der Samtgemeinde Gronau gegenüber bekunden. Dann aber ist laut Eckhard Nührig zunächst erst einmal die Politik gefragt.

Ohne wirtschaftliche Unterstützung aber könne das CJD ein solches Projekt nicht wuppen. Der finanzielle Rahmen müsse stimmen. „Wenn wir etwas anfassen, denken wir ans Gelingen“, zeigt sich Eckhard Nührig zuversichtlich. Die Einrichtung sei jedoch zum einen auf Schulgeld angewiesen, zum anderen erhofft sie sich Unterstützung von der Kommune als „Zeichen, dass die Schule auch gewollt ist“, teilt der Schul- und Einrichtungsleiter mit. Allerdings will er der Bevölkerung zugleich die Sorge nehmen, dass künftig der Geldbeutel über den Schulbesuch entscheide: „Wir wollen allen Bürgern des Ortes ermöglichen, dass ihre Kinder diese Schule besuchen können.“

Welches Modell aber für die Eimer Grundschule infrage kommt, kann er derzeit noch nicht beantworten. Sicher werde sich das CJD zum einen auf seine Profilstärken berufen, zum anderen „eine kluge inklusive Pädagogik betreiben“. Doch in welcher Form hier kooperiert wird, ist jetzt noch völlig offen. Sein Credo aber: „Miteinander statt Gegeneinander“, erhofft sich der Schul- und Einrichtungsleiter, dass gemeinsam Kräfte gebündelt werden können. Ob die neue Eimer Sonnenbergschule schon zum kommenden Schuljahr starten könnte, bleibt fraglich: „Ich halte dies für ein sehr, sehr ehrgeiziges Ziel.“

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