Dorfgemeinschaft will Gerätehaus in Nienstedt nutzen / In Barfelde entscheidet die Samtgemeinde

Weiterhin Leben im Feuerwehrhaus

Auch wegen dieser Frage stößt die sehr umfangreiche Tagesordnung des Despetaler Gemeinderats auf reges Zuschauerinteresse. Fotos: Schirdewahn

DESPETAL Was wird aus den jetzigen Feuerwehrhäusern im Despetal, wenn die Ortswehren Barfelde, Eitzum und Nienstedt ihr neues gemeinsames Domizil bezogen haben? Dies war ein prägendes Thema beim Gemeinderat und wohl auch der Anlass, dass eine ungewöhnlich hohe Zahl von Zuhörern die Sitzung im „Kronprinzen“ in Barfelde verfolgte.

Die Dorfgemeinschaft Nienstedt, vertreten durch Ortsbrandmeister Volker Klingebiel und AWO-Vorsitzende Christin Thielke, hatte beantragt, das Feuerwehrhaus (nicht die Fahrzeugbox) solle auch weiterhin für das öffentliche Leben zur Verfügung stehen. Beispielsweise könne man das Gebäude für Vorstandssitzungen von Vereinen, zur Lagerung von Ausrüstungsgegenständen (Festzeltgarnituren, Heizpilze) und als Dienstraum für den Schiedsmann nutzen. Ferner baten die Antragsteller um einen jährlichen Betriebskostenzuschuss sowie um die Verwendung des Betrages von 500 Euro aus der Aktion „Unser Dorf“ für den gleichen Zweck.

Spende angenommen

Hier sollte allerdings das Fell des Bären verteilt werden, bevor dieser erlegt war – erst im weiteren Verlauf der Sitzung wurde die Spende der Sparkasse Hildesheim formell angenommen. Der Rat unter Vorsitz von Bürgermeister Andreas Zastrow stimmte jedenfalls dafür, einem noch zu gründenden Förderverein die Nutzung des Raumes zu gestatten und ab 2017 einen jährlichen Zuschuss von 1 000 Euro zu gewähren. Die Einzelheiten sind vertraglich zu regeln.

Dorfleben

Einen ähnlichen Antrag hatte auch der Feuerwehrverein Despetal gestellt. Im Feuerwehrhaus Barfelde fänden alljährlich mehrere Veranstaltungen statt, die maßgeblich zum Dorfleben beitragen, heißt es in dem Schreiben. So beispielsweise auch der Grillnachmittag des DRK-Ortsvereins. Materialien, etwa für den Weihnachtsmarkt der örtlichen Vereine, lagern in dem barrierefreien Gebäude, und es wurde angeregt, die Sammlung des Heimatpflegers dort unterzubringen, was bei Ernst-August Strüber Zustimmung fand. Allerdings ist die Situation in Barfelde komplizierter, denn das Haus gehört nicht der Gemeinde Despetal, sondern der Samtgemeinde Gronau.

Und das Gegenargument lautete, mit einer aktiven Gaststätte und dem Pförtnerhaus seien noch ausreichend Versammlungsmöglichkeiten im Dorf vorhanden. Der Rat zeigte aber Verständnis für die Wünsche des Feuerwehrvereins. Wenn es zu einer Überlassung durch die Samtgemeinde kommt, soll hier ebenfalls ein jährlicher Zuschuss von 1 000 Euro fließen.

Schon zuvor hatte Bauamtsleiter Maik Götze über den gegenwärtigen Sachstand beim zentral gelegenen Neubau in Eitzum berichtet. Demnach ist die Planung bis auf kleine Korrekturen abgeschlossen. Das Gebäude wird auf dem Grundstück so platziert, dass noch eine Verfügungsfläche und ein anderer Teil als Ausgleichsfläche verbleibt. Es umfasst neben der Fahrzeughalle einen Sozialbereich, der mit Sitzungssaal, Küche und Sanitäranlagen auch über den Bedarf des Brandschutzes hinaus Nutzungsmöglichkeiten bietet. Das Pultdach ist nach Süden ausgerichtet und bietet sich für die spätere Installation einer Photovoltaikanlage an. Der Bauantrag wird dieser Tage beim Landkreis Hildesheim gestellt, der erste Spatenstich ist je nach Wetterlage für März 2016 geplant.

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