Schulgebäude steht ab Sommer 2014 leer / Kreiswohnbau ist noch immer im Gespräch mit dem Landkreis

Weiterhin „Interesse am Standort“

Kaum vorstellbar, aber bald steht das Georg-Sauerwein-Schulgebäude leer: Eine spruchreife Lösung für eine Nachnutzung gibt es noch nicht. Foto: Vogelbein

GRONAU Die Zeit rennt: Ab Sommer kommenden Jahres steht die Georg-Sauerwein-Realschule leer. Wie soll das Gebäude weiter genutzt werden? Zwar hat die Kreiswohnbau Hildesheim bereits im März dieses Jahres Interesse bekundet, dort Möglichkeiten für betreutes Wohnen zu schaffen, doch noch immer ist das Vorhaben keineswegs in trockenen Tüchern.

Eigentümer des 10 867 Quadratmeter großen Areals ist der Landkreis Hildesheim als Schulträger, wobei dazu noch die auf dem Gelände ansässige Sporthalle steht, die weiterhin benötigt wird. Das Schulgebäude aber wird mit dem Ende der Real- und Hauptschulform in der Leinestadt nicht mehr benötigt. Doch wer will es haben? Das Bauwerk enspricht immerhin den Anforderungen einer Schule. Angaben von Kreiswohnbau-Geschäftsführer Matthias Kaufmann zufolge müsste für das Vorhaben der derzeitige Gebäudekomplex abgerissen und ein Neubau geschaffen wer– den. „Wir würden dort dann eine ganz andere Beplanung vornehmen“, informiert er im Gespräch mit der LDZ. Doch hatte es angesichts des Bangens um das Gronauer Krankenhaus Verunsicherungen gegeben? Nimmt die Kreiswohnbau nun gar Abstand von ihrem Vorhaben? „Wir sind weiterhin im Gespräch mit dem Landkreis Hildesheim“, sagt Matthias Kaufmann. Dieses jedoch sei noch immer „ergebnisoffen“, teilt der Geschäftsführer mit. Details wolle er derzeit nicht preisgeben – immerhin aber so viel: „Der Standort ist für uns noch interessant.“ Wohl aber räumt er ein, dass man die Entwicklungen des Krankenhauses durchaus beobachte, eben so wie jeder, der im Bereich Gronau wirtschaftlich tätig ist. Die Kreiswohnbau hat in der Samtgemeinde immerhin 297 Wohnungen, „eine erhebliche Anzahl“, betont der Kreiswohnbau-Geschäftsführer. Mit dem Wegfall des Krankenhauses würde man einen Wirtschaftsfaktor verlieren. Auch bei einem möglichen Neubau am Schulstandort würde die Schließung der Einrichtung eine Rolle spielen. Die Frage ist: Wie würde das Krankenhaus-Gebäude dann genutzt? „Das sind aber völlig ungelegte Eier“, sagt Matthias Kaufmann. Bisher zumindest seien hoffnungsvolle Nachrichten zu hören gewesen: Die Johanniter setzen ihre Arbeit fort. Es bleibt abzuwarten, ob die finanziell erkrankte Einrichtung wieder auf die Beine kommt. „Für uns wäre dies sicher vorteilhaft“, kommentiert der Kreiswohnbau-Geschäftsführer.

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