Wasser abkochen: drei bis sieben Tage lang

ÜWL weist auf Verunreinigung hin

Das Trinken von Wasser direkt aus dem Hahn ist in weiten Teilen des Leineberglandes nicht zu empfehlen. Foto: Mosig

GRONAU / KREIS Bei einer Routineüberprüfung des Trinkwassers von Gesundheitsamt und Überlandwerk (ÜWL) wurde eine mikrobiologische Verunreinigung festgestellt. Im Wasser befinden sich so genannte coliforme Keime. „Diese kommen beispielsweise in Schwimmbädern oder Pfützen vor und sind nicht zwangsläufig gesundheitsschädlich“, sagt Markus Königshofen, technischer Geschäftsführer des Überlandwerks.

Auch der Landkreis teilt mit, dass kein Grund zur Panikmache besteht: „Es handelt sich ausdrücklich nicht um E-Coli-Bakterien.“ Nun wurde aber „aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes“ ein Abkochgebot erlassen. Ärgerlich sei laut ÜWL, dass dies weite Teile des Leineberglands betreffe. In folgenden Orten sollte Wasser, das zum Trinken, für Speisen oder zum Zähneputzen verwendet wird, mindestens drei Minuten sprudelnd abgekocht werden: Gronau (westlich der Leine), Banteln, Esbeck, Eime, Dunsen, Deilmissen, Heinsen, Deinsen, Hoyershausen, Lübbrechtsen, Rott, Marienhagen, Weenzen, Duingen und Lütgenholzen. Bisher, so Königshofen, habe man die Schadstelle noch nicht lokalisieren können. Der Fachmann vermutet ein fehlerhaftes Ansaugen durch einen Hydranten oder eine Panne bei einer Baumaßnahme. Man arbeite mit Hochdruck an einer Lösung. Danach müsse allerdings wieder geprobt werden. Entwarnung gibt es erst, wenn die Leitungen wieder frei sind. Das könne, so der technische Geschäftsführer, drei bis sieben Tage dauern. Zu Reinigungszwecken sowie für die Toilettenspülung kann das Leitungswasser weiterhin verwendet werden. Auch die Nutzung von Geschirrspülmaschinen ist unbedenklich. Für Rückfragen steht das ÜWL unter der Telefonnummer 05182/58823 oder unter info@uewl.de zur Verfügung.

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