Kinderschutzbund verteilt Lebensmittel an Familien / Erstmals werden auch Haustiere bedacht

Die Weihnachtsengel von Gronau

Der Gronauer Kinderschutzbund überrascht seit fünf Jahren arme Familien in der Samtgemeinde zur Weihnachtszeit: Der Tierschutzverein Elze um Andreas Rohde (links) unterstützt in diesem Jahr erstmals Hunde und Katzen. Fotos: Vogelbein

GRONAU Im Haus des Kinderschutzbundes Gronau stapeln sich mit buntem Papier verzierte Bananenkartons, gefüllt mit weihnachtlichen und alltäglichen Leckereien. Marion Ising hastet von Raum zu Raum. In ihrer Hand hält sie die Liste derjenigen, die an diesem Tag mit eben diesen Kartons beschenkt werden sollen. Das Vorstandsmitglied des Kinderschutzbundes (KSB) hat mehrere Listen, die Kartons werden auf zahlreiche Autos ehrenamtlicher Helfer verteilt.

Eine von ihnen ist Elvira Reck, Vorsitzende des KSB in Gronau. „Wenn zum Monatsende das Geld knapp wird, reicht es oft nicht mehr für einfache Nahrungsmittel“, erklärt die Gronauerin. Gerade jetzt zu Weihnachten sei das Geld besonders knapp, sodass es schon mal vorkomme, dass die Beschenkten mit Tränen in den Augen die Pakete in Empfang nehmen und sichtlich berührt ihren Dank zum Ausdruck bringen. „Wir haben darauf geachtet, dass in den Kartons vor allem Sachen vorzufinden sind, die den Kindern gefallen“, erklärt Elvira Reck. So liegen neben Milch und Obst auch Nutella und Süßigkeiten bereit. Erstmals werden in diesem Jahr auch die Haustiere bedacht. Andreas Rohde, Vorsitzender des Tierschutzvereins in Elze, freut sich darüber, dass mit der Arbeit des Vereins rund ums Tier nun auch Familien geholfen werden kann.

Zu diesem Zweck spendet der Verein Nahrungsmittel für Hunde und Katzen, die den Familien zusammen mit den normalen Kartons überreicht werden. Der Bedarf für diese Hilfe hat in diesem Jahr zugenommen, zieht Elvira Reck ein erstes Zwischenfazit. „In diesem Jahr fahren wir 24 Familien an. Als wir begonnen haben, waren es 15.“ Ob es daran liegt, dass mehr Familien in die Armut rutschen oder das Angebot grundsätzlich bekannter wird, kann sie nicht beantworten. Die Nahrungsmittel wurden übrigens durch Spendengelder gekauft, zum Teil gaben Einzelhändler und Märkte aus der Region deutliche Rabatte für den guten Zweck.

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