Warnstreiks bei Bosch Rexroth und Wabco

"Dann trete ich aus"

Die IG Metall (hier Uwe Mebs) kämpft für eine Lohnerhöhung. Foto: Mosig

GRONAU „Warnstreik? Ist der eigentlich jedes Jahr?“, fragte Mike Wasner von der IG Metall vorm Bosch-Rexroth-Werkstor und gab die Antwort gleich selbst: „Das ist kein Ausflug, sondern unser gutes Recht im Arbeitskampf, denn es geht um das Geld im Portemonnaie.“

Landauf, landab streiken die Metaller für 5,5 Prozent mehr Lohn. „Wir machen das nicht aus Lust, sondern weil die Arbeitgeber lernresistent sind“, erläuterte Bosch-Betriebsrat Michael Brozy. Die Binnenwirtschaft werde dadurch gestärkt, dass die Arbeitnehmer zahlungskräftig sind, und bei steigenden Strom- und Wohnpreisen sei diese Forderung realistisch. Wasner erläuterte, dass es diesmal um eine reine Lohnrunde ginge und dass die Metaller auch für „Peanuts auf die Straße gehen müssen“: „Die Arbeitgeber testen doch, was die Arbeitnehmer diesmal hinbekommen.“ „5,5 Prozent mehr“ Bei dem bisherigen Angebot der Arbeitgeberseite von etwa zwei Prozent gehe es darum, auch bei Nicht-Streikwilligen in den Betrieben das Bewusstsein für den Arbeitskampf zu stärken, so Wasner mit Blick auf die nächste Verhandlungsrunde in der kommenden Woche: „Wenn am Ende keine 3 vor dem Komma steht, dann trete ich aus.“ Bei Bosch Rexroth herrsche laut Brozy sowieso eine besondere Situation, da man seit über zwei Jahren „gegen einen Konzern kämpft, der uns verkaufen will, weil wir nicht ganz acht Prozent Gewinn erwirtschaften“. Vielmehr müssen die Arbeitnehmer aber von den „satten Gewinnen“ der Unternehmen profitieren. Gleichzeitig wurde auch bei Wabco gestreikt (mehr dazu am Freitag in der LDZ).

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