Verwaltungen aus Duingen und Gronau nähern sich immer weiter an

„Es wachsen Synergien, wenn Mitarbeiter sprechen“

Das Kennenlernen schreitet voran: Bauhofleiter Rolf Böllert (3.v.l.) führt die Gäste von der Verwaltung und vom Bauhof aus Duingen über das Gelände des Gronauer Bautriebshofs. Foto: Klein

GRONAU Das Gesetzgebungsverfahren zur Fusion läuft. Doch wer meint, in dieser Zeit geschieht nichts, irrt sich gewaltig. Derzeit wird fleißig hinter den Kulissen gearbeitet. „Die Verwaltungsstruktur steht“, äußert sich Duingens Verwaltungschef Wolfgang Schulz am Rande einer Besichtigung des Gronauer Baubetriebshofs, bei der die vielfach genannten Synergieeffekte schnell deutlich wurden.

„Wir wollen am 1. November 2016 ohne Reibungsverluste starten“, betont Wolfgang Schulz, der gemeinsam mit seinem Amtskollegen aus Gronau, Rainer Mertens, fleißig dabei ist, alle Vorbereitungen für den Start der neuen Samtgemeinde Leinebergland zu treffen. Der erste Schritt sei das große Kennenlernen der Feuerwehren aus Duingen und Gronau gewesen. Wie Wolfgang Schulz erläutert, hat es eine Rundreise gegeben. „Die Feuerwehren sind inzwischen schon verzahnt“, freut sich der Duinger Verwaltungschef über die erfolgreiche Zusammenführung der Einsatzkräfte. „Das ist der zweite Schritt“, weist er auf den Besuch des Gronauer Baubetriebshofes hin. Eine Besichtigung der Duinger Einrichtung hat es schon gegeben – mit interessanten Einblicken, wie Rainer Mertens mitteilt. Wer arbeitet wie? Wie können die Mitarbeiter zusammenwachsen? Solche Fragestellungen haben die Akteure stets im Hinterkopf. „Wir haben den Kenntnisstand bisher nur auf dem Papier“, teilt Rainer Mertens mit. Nun gelte es, die Kontakte zu intensivieren.

Völlig außer Frage steht dabei, einen Bauhof zu schließen. „Das ist bei dieser Riesenfläche, die wir haben, gar nicht möglich“, kommentiert Wolfgang Schulz. Vielmehr sollen Synergien geschaffen werden, pflichtet Rainer Mertens bei. „Wir haben Leute, die Ihr gut gebrauchen könnt, und Ihr habt Mitarbeiter, die wir brauchen“, sagt Wolfgang Schulz. Ein Beispiel: In Gronau ist der Baubetriebshof für die Straßenbeleuchtung mit ihren knapp 4 000 Lichtpunkten verantwortlich. In Duingen übernimmt die Straßenbeleuchtung mit etwa 800 Lichtpunkten ein Unternehmer. Ein gemeinsames Modell liegt auf der Hand. Schon in der Vergangenheit hat es eine nachbarschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Baubetriebshöfen gegeben, etwa bei Maschinen für den Winterdienst. „Das muss einfach wachsen“, ist der allgemeiner Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters von Duingen, Hartmut Steins, überzeugt.

Die Zusammenführung schreitet voran: Laut Rainer Mertens sind die Mitarbeiter des Bauamtes bereits verabredet. „Es sollen sich alle, die einen Fachbereich bilden, jetzt kennenlernen“, fügt Wolfgang Schulz hinzu: „Es wachsen Synergien, wenn Mitarbeiter miteinander sprechen.“

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