Barfeldes Heimatpfleger: „Aussöhnung mit Frankreich ist wichtig gewesen“

Vor 150 Jahren wurde das Deutsche Reich gegründet

Die Gedenktafel, die lange in der Barfelder Kirche hing, weist auf die Krieger gegen Frankreich von 1870/71 hin. Carl Welge und bereits 1866 Ernst Wökener sind gefallen.
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Die Gedenktafel, die lange in der Barfelder Kirche hing, weist auf die Krieger gegen Frankreich von 1870/71 hin. Carl Welge und bereits 1866 Ernst Wökener sind gefallen.

Am 18. Januar 1871, also vor 150 Jahren, wurde das Deutsche Reich gegründet und Wilhelm I. zum Kaiser ernannt. Dem voraus ging der Deutsch-Französische Krieg, der auch in der hiesigen Region bis heute seine Spuren hinterlassen hat. Ernst August Strüber beschäftigt sich als Heimatpfleger Barfeldes schon lange mit der deutschen Geschichte und gewährt einen Einblick in die Auswirkungen sowie von ihm gesammelte Exponate aus der Zeit 1870/71. In vielen Kirchen sind noch heute auf Gedenktafeln die Namen der Gefallenen aus dem Deutsch-Französischen Krieg zu lesen. Auch in Barfelde gibt es eine solche Tafel aus Holz. „Es gab eine preußische Anordnung, dass die Namen der am Krieg beteiligten Soldaten in den Kirchen des Reiches auf einer Gedenktafel anzuschlagen waren“, sagt Ernst August Strüber. Ernst August Strüber hatte als einer der ersten nach der Aussöhnung 1963 die Gelegenheit, an einem Jugendaustausch mit Frankreich teilzunehmen. Er sei 1965 herzlich aufgenommen worden. „Die Aussöhnung ist wichtig gewesen“, betont der 72-Jährige. Mit der Reservisten-Kameradschaft Barfelde war er mit beim ersten Kriegsgräbereinsatz in Lothringen, das 1871 zum Deutschen Reich gehörte.

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