Neujahrsempfang der Stadt als Geste des Dankes für die Ehrenamtlichen / Minigolf-Anlage: Würdigung der Jugend

Vielfalt des Ehrenamts lässt Ort leben

Symbolische Scheckübergabe: Eine besondere Ehrung erfahren die Jugendlichen, die im vergangenen Sommer die Minigolf-Anlage in Gronau in Eigenregie betrieben haben. Über 2 000 Euro fließen in die Kasse der Jugendlichen, die mit diesem Geld ein Open-Air-Fest organisieren wollen.

GRONAU Wie vielfältig das ehrenamtliche Engagement in der Leinestadt ist, stellte der Neujahrsempfang in Gronau einmal mehr unter Beweis. Knapp 100 Gäste – allen voran Ehrenamtliche aus allen Bereichen – fanden sich zur inzwischen fünften Veranstaltung im Lachszentrum ein. „Ich freue mich sehr darüber“, betonte Bürgermeister Karl-Heinz Gieseler, der seine Ansprache auf zwei Zitate stützte.

„Sie alle haben ein Vermögen“, zitierte Gronaus Bürgermeister Bundespräsident Joachim Gauck, der im Rahmen des Ehrenamts-Tages im Dezember eben dieses würdigte. „Sie verfügen über Fähigkeiten und Ideen. Sie haben Zeit, die Sie anderen zur Verfügung stellen und sie haben das Vermögen, sich anderen zuzuwenden“, lobte Karl-Heinz Gieseler die Menschen, die mit dem Neujahrsempfang der Stadt Anerkennung und Dank für die geleistete Arbeit erhalten sollen. „Es kann nur eine Geste sein“, sagte Karl-Heinz Gieseler, der sich über die Vielfalt des ehrenamtlichen Engagements in Gronau freut: „Dadurch lebt ein Ort erst.“

Sein zweites Zitat stammt von John F. Kennedy: „Frage nicht, was Dein Land für Dich tun kann, sondern, was Du für Dein Land tun kannst.“ Er brachte damit einen interessanten Gedanken ins Spiel: Jeder trage nämlich „ein gewisses Maß an Verantwortung im gemeinschaftlichen Zusammenleben“. Nicht immer könne nur nach dem Staat, in diesem Fall nach der Kommune, gerufen werden. „Sie alle hier erfüllen diese beiden Zitate“, richtete er sich an die Ehrenamtlichen: „Sie engagieren sich in Vereinen, Verbänden oder in sozialen Einrichtungen. Sie bringen Ihre Zeit ein, übernehmen Verantwortung und tragen somit entscheidend zu einem guten Gemeinwohl in Gronau bei.“

In diesem würdigen Rahmen – mit stimmungsvoller Musik vom Akkordeon-Orchester der Georg-Sauerwein-Schule und einem reichhaltigen Büfett – hob Karl-Heinz Gieseler eine Gruppe von Jugendlichen hervor: Sie hat sich seinen Ausführungen zufolge im vergangenen Jahr besonders verdient gemacht. In Eigenregie betrieben die Jugendlichen aus der Samtgemeinde und sogar darüber hinaus die Minigolf-Anlage. „Ihr habt großen Zuspruch erhalten“, freute sich Gronaus Bürgermeister und überreichte der Gruppe einen symbolischen Scheck. Denn die Hälfte ihrer Einnahmen geht als Pacht an die Stadt, die restlichen Gelder – über 2 000 Euro – aber dürfen die Jugendlichen in ein Projekt ihrer Wahl investieren. „Es hat viele Ideen gegeben“, informierte Regjina Palokaj vom Jugendzentrum, das die Schirmherrschaft des Projekts übernommen hat: „Die Jugendlichen wollen etwas für die gesamte Bevölkerung anbieten.“ Ihren Vorstellungen zufolge soll ein Open-Air-Fest ins Leben gerufen werden, das alle Generationen zusammenführen soll.

Einen großen Applaus erhielten die sichtlich aufgeregten Jugendlichen, die das Minigolf-Projekt zum Teil weiter unterstützen wollen. In Zusammenarbeit mit dem „Netzwerk Kinder- und Jugendarbeit“ und der Kooperativen Gesamtschule soll eine Arbeitsgemeinschaft ins Leben gerufen werden, in der weitere Jugendliche auf den Betrieb der Anlage vorbereitet werden sollen. Vor diesem Hintergrund stellte Karl-Heinz Gieseler erfreut fest, dass diesmal „eine ganze Menge junger Menschen unter uns sind“. Ein gutes Zeichen: „Es kann nur unser Ziel sein, zu versuchen, dass junge Menschen Verantwortung übernehmen.“

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