Verwaltungsausschuss lehnt Antrag auf Tierhaltung ab

Doch keine Zwerghühner für Brüggener Familie

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Am Rande von Brüggen möchten Anwohner drei Zwerghühner halten. Doch aus Angst vor Nachbarschaftsstreitigkeiten lehnt der Verwaltungsausschuss den Antrag ab.

Brüggen – Die Brüggener Familie, die einen Antrag auf Haltung von drei Zwerghühnern bei der Stadt Gronau gestellt hat, hat Post von der Verwaltung bekommen: Darin erfährt sie, dass sie keine Zwerghühner in Brüggen halten darf. Die Verwaltung und Politik fürchten Nachbarschaftsstreitigkeiten.

Um keinen Präzedenzfall zu schaffen, habe sich der Verwaltungsausschuss, der grundsätzlich nichtöffentlich tagt, gegen die Empfehlung des Fachausschusses entschieden und den Antrag abgelehnt. „Unsere Ehrlichkeit, einen Antrag gestellt zu haben, wird jetzt bestraft“, ärgern sich die Antragsteller über das Vorgehen. Ihre Nachbarn hätten sie im Vorfeld gefragt, das Feedback sei durchweg positiv gewesen. Besonders verwunderlich sei, dass sich ein öffentlich tagendes Gremium für den Antrag ausgesprochen habe, dann hinter verschlossenen Türen von einem anderen Gremium aber überstimmt werden konnte. „Wofür haben die Politiker überhaupt diskutiert, wenn sie nichts zu entscheiden haben?“, wundert sich die Brüggenerin. Sie hofft, mit ihrem Antrag wenigstens einen Denkanstoß gegeben zu haben: „Vielleicht werden die Politiker irgendwann toleranter und denken grundsätzlich über das Tierhaltungsverbot nach. Bis zu zehn Hühner könnten sie doch erlauben.“

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