Verwaltung empfiehlt Rücknahme der Kündigung – Politik entscheidet

Sind die Deinser „Marienkäfer“ gerettet?

Mit der Rücknahme der Kündigung könnte die Elterninitiative in Deinsen wieder Planungssicherheit erhalten. Derzeit werden dort 13 Kinder betreut.

GRONAU/DEINSEN - Die „Marienkäfer“ in Deinsen erhalten ein Signal von der Samtgemeinde Gronau. Angesichts der Nachricht, dass die Elterninitiative in Eime ihren Betrieb Ende Juli einstellen will, schlägt die Verwaltung der Politik nun vor, die ausgesprochene Kündigung für die Deinser Elterninitiative zurückzunehmen.

„Uns allen würde ein Stein vom Herzen fallen“, hebt Annemarie Harstick, die kürzlich den Vorsitz der Elterninitiative „Marienkäfer“ übernommen hat, die Bedeutung dieser Entscheidung hervor. Immerhin habe eine ungewisse Zeit hinter der Einrichtung gelegen: Im Juni vergangenen Jahres hatte der Rat der Samtgemeinde entschieden, die Betriebsführungsverträge der Elterninitiativen in Eime und Deinsen zu kündigen – mit dem Ziel, künftig nur noch eine Einrichtung am Standort in Deinsen zu führen. „Wir hatten mit der Kündigung zu kämpfen“, lässt Annemarie Harstick die Zeit Revue passieren: „Wir haben stets versucht, nicht in Vergessenheit zu geraten.“ Doch angesichts der drohenden Kündigung habe die Elterninitiative schon das eine oder andere Kind verloren; so manche Eltern hätten ihren Nachwuchs schließlich andernorts angemeldet. Dann aber kam die Nachricht aus Eime: Die Elterninitiative schließt ihre Einrichtung zum 31. Juli. Das Personal wird zumindest für ein Jahr eine Beschäftigung bei der Samtgemeinde Gronau erhalten, die Jungen und Mädchen der Einrichtung wechseln in den kommunalen Kindergarten. „Der Wegfall der damit einhergehenden 20 Kindergartenplätze führt zur Vollauslastung der kommunalen Einrichtung in Eime“, heißt es in der Beschlussvorlage, die dem Jugendausschuss der Samtgemeinde am Mittwoch vorgelegt werden soll. Auch verweist die Verwaltung auf die Betreuung einer gewissen Anzahl an Krippenkindern in Deinsen. Zur Erfüllung des Rechtsanspruchs sei dies „dringend notwendig“, schlägt die Verwaltung die Rücknahme der Kündigung vor, weist allerdings zugleich ausdrücklich darauf hin, dass „die Rücknahme der Kündigung vor dem Hintergrund starker rückläufiger Kinderzahlen nicht einer Bestandsgarantie gleichgesetzt werden kann“. Derzeit betreut die Elterninitiative 13 Jungen und Mädchen, darunter zwei einjährige Kinder. „Wir haben noch Kapazitäten frei“, hofft die Vorsitzende auf weitere Anmeldungen. Und wenn die Politik die Kündigung tatsächlich zurücknimmt, „bin ich natürlich begeistert“, sagt Annemarie Harstick, die bei der Sitzung am Mittwoch dabei sein wird. Beginn ist um 17 Uhr im Wirtshaus „Kaiser Franz-Josef“ in Gronau.

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