Bauamtsleiter Hans Kirsch: Restarbeiten an großer Baustelle am Schulzentrum / Verkehrsanlage kurz vor Fertigstellung

„Umsetzung ist hier gut gelungen“

Die Mitarbeiter des Unternehmens „Beton- und Monierbau“ erledigen in den Regenpausen die restlichen Arbeiten an der Verkehrsanlage am Schulzentrum. Foto: Hüsing

GRONAU Die Verkehrsanlage am Schulzentrum nimmt Formen an: Der Nutzung stehen nur noch wenige Restarbeiten im Weg. So sollen Autos die Anlage bereits nutzen können, bevor Ende Juli offizielle Einweihung ist.

„Wir sind im Moment aufgrund der Wetterlage eine Woche im Verzug“, sagt Hans Kirsch bei einem Vororttermin. Eigentlich hatte der Bauamtsleiter gehofft, dass die Arbeiten so gut wie abgeschlossen wären. Doch die Arbeiter des Unternehmens „Beton- und Monierbau“ können nur in Regenpausen tätig werden. „An manchen Stellen fehlt noch der Mutterboden, aber im durchnässten Zustand ist es schwierig, die Erde aufzubringen“, erklärt Hans Kirsch. Auch Schilder und Markierungen fehlen noch. Zudem muss die Ampel am Mast angebracht werden. Bei den Fußwegen werden die letzten Pflastersteine verlegt und die Beleuchtung wird installiert. „Aufgrund der aktuellen Wetterlage fällt mir im Moment alles auf, was mit dem Abwassersystem zu tun hat“, sagt Hans Kirsch, während er auf die zum Teil noch fehlenden Drainagen hinweist, um die Entwässerung zu gewährleisten. Das Wasser wird dann in den Straßengraben geleitet und fließt von dort in die Leine. Bei den Planungen wurde das Augenmerk auch auf den Erhalt der Lindenallee gelegt, deren Wurzelballen nun geschützt sind. „Hierfür waren zahlreiche hydraulische Berechnungen durch die beteiligten Ingenieure notwendig“, erläutert Hans Kirsch: „Ich finde die Umsetzung ist hier gut gelungen.“ „Wir liegen noch immer völlig im Zeitplan“, freut sich Hans Kirsch, dass die Anlage zeitnah fertiggestellt werden kann. Nach den Sommerferien soll sie dann voll in Betrieb gehen. Einige Lehrer nutzen in Absprache mit der Verwaltung bereits die Parkbuchten vor den Schulen: „Die Lehrer haben häufig viele Materialien, die sie heranschleppen müssen“, erklärt Hans Kirsch die Ausnahmeregelung. Noch nutzen die Busse die Ersatzhaltestelle: Mit Hilfe eines Provisoriums gelangen sie in die Straße „Am Bahnhof“. Auch hier haben die Planer der Verkehrsanlage vorgesorgt: Mit Folie und Beton sind die Freiflächen ausgelegt worden, damit die Kinder „trockenen Fußes“ die Busse erreichen können. Doch auch hier sieht man, dass es sich nur um eine provisorische Maßnahme handeln kann, da der Beton bereits bröckelt. „Es wird Zeit, dass die Anlage fertig wird“, weiß auch Hans Kirsch. Denn die Anwohner haben stark mit der Parksituation in der Bahnhofstraße zu kämpfen. „Sie müssen noch vier Wochen durchhalten, dann sind Ferien. Ich verspreche, danach wird alles besser“, appelliert er an die Anlieger. Bei der Planung der neuen Verkehrsanlage wurde vor allem auf Sicherheit gesetzt: So können die Eltern, die ihre Kinder zur Schule bringen, die Kurzhaltefläche nutzen, um die Kinder auf der rechten Seite am Bordstein aussteigen zu lassen. Für die Busse sind fünf Parkbuchten auf Höhe der Grundschule entstanden. „Die Kinder sind nicht gezwungen, die Fahrbahn zu überqueren“, weist Kirsch auf die besonderen Sicherheitsmaßnahmen hin. Ihm war die „chaotische“ Situaton vor den Schulen vor Beginn des Baus der Verkehrsanlage ein Dorn im Auge. Die Kinder sind quer über die Straße gelaufen, um zu ihren Eltern zu gelangen, und die Abholer haben häufig die Busspuren blockiert. „Ich hoffe, dass sich bei dieser Anlage die Vernunft durchsetzt“, so Kirsch. Die Straße „Am Bahnhof“ soll nach Fertigstellung der Verkehrsanlage entwidmet werden und in die geplante Umgestaltung des Geländes zwischen den Gebäuden der Kooperativen Gesamtschule (KGS) durch den Landkreis Hildesheim mit einbezogen werden: „Nach meinen Kenntnissen plant der Landkreis, einen Campus einzurichten“, führt Hans Kirsch aus. Für ihn entscheidend sei nun die baldige Fertigstellung der Verkehrsanlage, für die weiteren Planungen und Umsetzungen habe man dann wieder etwas mehr Ruhe.

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