Tannenbaumwerfen am 11. Januar in Gronau / Verein entwickelt neue Ideen

Uriger Wettkampf auf dem Ratskellerplatz

Tannenbaumwerfen in Gronau: Mit ordentlich „Schmackes“ den Tannenbaum so weit wie möglich durch die Luft schleudern.

GRONAU Weihnachten ist vorbei! In diesen Tagen werden somit die Christbäume abgeschmückt, eben von Lametta, Kugeln und Ketten befreit. Dann fliegen sie aus dem Haus – und zwar in hohem Bogen. Wörtlich hatte dies der Verein „Gronauer Schottentag“ im Jahr 2012 genommen: Erstmals organisierte er in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr das erste Gronauer Tannenbaum-Weitwerfen auf dem Ratskellerplatz. Der Erfolg sprach für sich: Nun sollen die Tannen am Sonnabend, 11. Januar, zum dritten Mal über den Ratskellerplatz fliegen.

Die inzwischen fast schon zur Tradition gewordene Veranstaltung beginnt um 14 Uhr auf dem Gronauer Ratskellerplatz. Dann fällt der Startschuss für die Werfer. Das Wettkampfprinzip ist nach wie vor kinderleicht: Welcher Teilnehmer die Tanne am weitesten werfen kann, holt sich am Ende den Sieg. Die Wurftechnik bleibt den Teilnehmern überlassen, hauptsache sie übertreten nicht die Startmarkierung. „Jeder Werfer hat drei Versuche“, informiert Vorsitzende Saskia Sund: „Der weiteste Wurf wird gewertet.“ Der Rekord liegt bei sage und schreibe 17 Metern, die Mario Pahl im vergangenen Jahr erzielt hat. Es wird sich zeigen, ober er seinen Titel in diesem Jahr verteidigen kann.

Während die Erwachsenen die 1,50 Meter kleine, kompakte Tanne über den Ratskellerplatz schleudern müssen, stehen für Kinder im Alter bis zu zehn Jahren Adventskränze zum Werfen bereit. Auch hier gilt: Der weiteste Wurf gewinnt.

Laut Saskia Sund sind die Teilnehmerzahlen bisher gut gewesen. Auch einige Mitstreiter aus Barsinghausen haben wieder ihr Kommen zugesagt. „Wir hoffen natürlich auch auf viele Zuschauer“, lädt die Vorsitzende die Bevölkerung ein. Sie können sich das urige Spektakel auf dem Ratskellerplatz anschauen, heißen Met – für die jungen Besucher ist Kinderpunsch im Angebot –, kalte Getränke und Bratwürste vom Grill genießen. Der rund 80 Mitglieder zählende Verein „Gronauer Schottentag“ wird im Laufe des Jahres weitere Veranstaltungen anbieten: „Wir entwickeln derzeit neue Ideen. Wir wollen mehrere kleinere Aktionen anbieten“, kündigt die Vorsitzende an. Denn die für den Verein aufwändigen Highland Games im vergangenen Jahr seien ein herber Rückschlag gewesen: „Wir werden in diesem Jahr definitiv keine Highland Games anbieten“, bedauert Saskia Sund die „schlechte Resonanz“ aus der Bevölkerung. Der Verein wolle etwas für die Bürger Gronaus anbieten, nicht etwa nur für auswärtige Sportler. In jedem Fall soll es im Sommer eine Aktion für Kinder geben, vielleicht im Rahmen des Ferienpassprogramms.

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