Kündigungen bei Funke

"Unternehmen auf solide Füße stellen"

Funke Wärmetauscher kündigt bis Mitte des Jahres 25 Mitarbeitern am Standort Gronau. (Archiv-Foto)

GRONAU 25 Mitarbeiter müssen noch bis Mitte des Jahres das Unternehmen Funke Wärmetauscher in Gronau verlassen. „Wir sind enttäuscht und hilflos“, heißt es aus den Reihen der Belegschaft. Nun wurden die rund 260 Mitarbeiter im Rahmen einer Betriebsversammlung darüber informiert.

„Betriebsbedingte Kündigungen hat es bei Funke noch nie gegeben“, zeigen sich die Mitarbeiter erschüttert. „Das ist das erste Mal“, bestätigt der neue Geschäftsführer Christoph Brünner auf LDZ-Nachfrage. Seit Januar ist der Hamburger Geschäftsführer bei Funke. „Wir müssen das Unternehmen auf solide Füße stellen“, so Brünner. Denn die Kostenstrukturen müssten passen. Im Klartext heißt das, der Umsatz rechtfertige die Personaldecke nicht. Alternativen zu den Kündigungen würden die Probleme demnach nicht lösen. Aus der Betriebsversammlung kamen eben diese Vorschläge wie Kurzarbeit oder Gehaltsverzicht. „Vor fünf Monaten hieß es vom Beirat noch, alles sei toll – und jetzt so etwas“, fühlt sich die Belegschaft vor den Kopf gestoßen. Die Kündigungen seien aber nur einer von drei Schritten, um das Unternehmen wirtschaftlich auf eine gesunde Basis zu stellen, so Brünner. Für den langfristigen Erfolg solle die Entwicklung neuer Produkte forciert werden. Zudem würden ab Juni die internen Abläufe hinterfragt, um die Produktion zu verbessern. „Wir wollen unabhängig handlungsfähig bleiben“, hätten die Konflikte laut Brünner bereits eher geführt werden müssen. kim

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