Mit dem Tanz in den Mai ist die Mehrzweckhalle offiziell freigegeben / Hans Kirsch: „Auch wir sind glücklich“

Eime kann’s heute richtig krachen lassen

Eimes neue, moderne Mehrzweckhalle: Bauamtsleiter Hans Kirsch, Architekt Knut Hamann sowie Maik Götze (von links) von der Verwaltung freuen sich über das Ergebnis.

EIME Noch immer wird in der Mehrzweckhalle fleißig gewerkelt: Die Küche wird eingerichtet, die Putzkolonne zieht ein letztes Mal hindurch... Pünktlich zum traditionellen Tanz in den Mai des Auto-Speedway-Teams sind die umfangreichen Arbeiten abgeschlossen. Eimes Mehrzweckhalle ist offiziell freigegeben, so dass es heute Abend rund 300 Menschen richtig krachen lassen können.

Die Eimer Bevölkerung hat diesen Tag wohl sehnsüchtig erwartet, endlich können sie ihre Versammlungsstätte wieder nutzen. Was wäre da wohl passender, als in den Mai zu tanzen? „Auch wir sind glücklich“, freut sich Bauamtsleiter Hans Kirsch über den Abschluss der umfangreichen Modernisierung. Gemeinsam mit Samtgemeindebürgermeister Rainer Mertens und Maik Götze von der Verwaltung gewährt er der LDZ erste Einblicke ins frisch sanierte Gebäude. Schon beim ersten Betreten der Mehrzweckhalle werden die Arbeiten sichtbar: Hell und freundlich wirkt der Raum, vor allem viel größer als zuvor. „Wir wollten die Mehrzweckhalle so gestalten, dass der Saal zurückgenommen wird“, begründet Maik Götze die Farbwahl, die gemeinsam mit dem Verwaltungsausschuss des Flecken Eime erarbeitet wurde. Nichts erinnert mehr an die alten Brauntöne, die vor einigen Monaten noch die Herstellungszeit erkennen ließen. Hell und freundlich Zuletzt saniert wurde die Mehrzweckhalle nämlich in den 80er Jahren. Auch wenn es rein optisch kaum den Anschein erweckt, in der Halle selbst sind nur wenige Arbeiten erledigt worden. „Reine Streicharbeiten“, bestätigt Maik Götze kurz: Zudem sind die Fenster erneuert worden, die nun über einen Schallschutz verfügen, so dass die Bevölkerung heute Abend ganz beruhigt feiern kann, ohne Anwohner zu stören. Des Weiteren hat die Halle einen Vorhang erhalten, eine neue, moderne Küche mit Profi-Geschirrspülmaschine ist eingebaut und die Leuchtmittel sind gegen Energiesparlampen getauscht worden. Auch verfügt die Mehrzweckhalle künftig über eine mediale Ausstattung mit Beamer und Leinwand. Begonnen wurde mit den Rohbauarbeiten im Juli vergangenen Jahres. Damals haben die Verantwortlichen die Sommerferien genutzt – zum Schutz der Kinder der benachbarten Grundschule. Vorgesehen war, das fast 100 Jahre Gebäude rundum zu modernisieren. Somit wurde das Treppenhaus versetzt. Die kleine, schmale Treppe gehört der Vergangenheit an. Sanitäre Anlagen sind zeitgemäß gestaltet worden, ein behindertengerechtes WC ist ebenso vorhanden. Auf der oberen Etage befindet sich nun das Ratszimmer – auch hier setzt sich die helle, freundliche Gestaltung fort. Der Raum verfügt über einen Bodentank mit entsprechenden technischen Anschlüssen, so dass künftig auch eine Beamer-Projektion möglich ist. Neben einem Abstellraum sind auf dieser Etage nun auch sanitäre Anlagen zu finden. Klare Strukturen Eine Etage höher befinden sich weitere Lagermöglichkeiten, etwa für die Heimatpflege. „Alles ist neu, hell und vor allem klar strukturiert“, betont Maik Götze, der sichtlich zufrieden mit dem Ergebnis ist: „Und auch für das Treppenhaus haben wir eine saubere Lösung gefunden.“ Zudem ist der Brandschutz heutigen Anforderungen angepasst worden. Somit ist Eimes Mehrzweckhalle nun die zentrale Versammlungsstätte der Samtgemeinde Gronau – so wie es das Städtebauförderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden“ vorsieht. Denn die Modernisierung der Eimer Mehrzweckhalle zählt als Einzelmaßnahme, die im Rahmen des zu erarbeitenden Interkommunalen Entwicklungskonzeptes vorgezogen werden konnte. Somit kommt der Flecken in den Genuss eines kräftigen Zuschusses – zu zwei Dritteln wird die 482 000 Euro-Modernisierung gefördert. Ohne diese finanzielle Unterstützung wäre es „dem Flecken sicher schwer gefallen, diese Maßnahme so umzusetzen“, freut sich auch Verwaltungschef Rainer Mertens über das Ergebnis, nun eine „zukunftsfähige Versammlungsstätte“ zu haben. Dieses Projekt habe für das Bauamt der Samtgemeinde zuletzt auch ganz oben gestanden, damit die Arbeiten rechtzeitig abgeschlossen werden konnten. „Herr Götze hat es sehr intensiv begleitet und schließlich zu einem guten Ende gebracht“, hebt Hans Kirsch hervor. Und Maik Götze dankt vor diesem Hintergrund auch dem Verwaltungsausschuss des Flecken Eime, der aktiv am Prozess teilgenommen und sich sehr flexibel gezeigt hat. „Er hatte stets ein ganz hohes Interesse“, betont Maik Götze. Lediglich kleinere Arbeiten müssen im Mai noch vorgenommen werden – heute aber will daran niemand denken. Heute Abend wird gefeiert!

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