Finanz- und Bauausschuss will Stadtmarketing vorantreiben – erster Schritt: Flyer und kleine Präsente

Städtchen will sich besser verkaufen

Die Vorzüge des kleinen, aber feinen Städtchens sollen künftig stärker nach außen präsentiert werden, so zumindest sieht es der Finanz- und Bauausschuss. 20 000 Euro will er hierfür in den Haushalt einstellen.

GRONAU Die Leinestadt will sich künftig besser verkaufen, zumindest hat der städtische Finanz- und Bauausschuss die einstimmige Empfehlung gegeben, 20 000 Euro im Haushalt einzuplanen. Zunächst sollen Flyer gestaltet und kleine Präsente für Besucher der Stadt beschafft werden.

Angeregt wurde dieses Thema von Ratsherr Alexander Peetz (CDU), der allerdings im Rahmen der Sitzung erneut verdeutlichte, dass es ihm eigentlich um die gesamte damals zusammengetragene Empfehlungsliste des Arbeitskreises Einzelhandelskonzept ging. Dieser hatte mehrere Schwerpunkte erarbeitet, um die Leinestadt weiter voranzubringen. Der Kommunalpolitiker wünschte sich demnach, diese komplette Empfehlungsliste, von der Verwaltung aufbereitet, abzuarbeiten. Wohl aber sei es wichtig, für das Stadtmarketing einen Haushaltsansatz zu fassen, verdeutlichte er: eben um „in Feuerwehrmanier diesen kleinen Brand zu löschen“. Das Problem schilderte schließlich Bürgermeister Karl-Heinz Gieseler, der als Repräsentant der Stadt bei den Hansetagen vertreten ist und weder mit Flyern noch mit kleinen Mitbringseln für das kleine, aber feine Städtchen Gronau werben könne.

Zwar betreibe die Stadt Werbung, wie Martin Paggel von der Verwaltung informierte, doch „mit Bordmitteln können wir nur auf kleiner Flamme agieren“. So nannte er etwa Werbung in Sachen Fahrradtourismus, der seinen Ausführungen zufolge stetig zunimmt, und zeigte neue Broschüren über Gronau. „Das Feld Marketing müsste schon zur Sprache kommen“, pflichtete Karl-Heinz Gieseler bei, dass es sinnvoll sei, hier Gelder bereitzustellen. Doch eine eigene Stelle innerhalb der Verwaltung zu schaffen, nur um Stadtmarketing zu betreiben, sei für Gronau „eine Nummer zu groß“, war er überzeugt. Stattdessen plädierte er dafür, zunächst Flyer, wohl gemerkt von Profis, entwickeln zu lassen. „Es wäre doch schön, wenn wir die nächsten Jahre etwas vorweisen können“, blickte er etwa in Richtung Hanse-tage. Katja Hayek-Fischer vom Bündnis für Gronau brachte zudem den Arbeitskreis Einzelhandelskonzept ins Spiel, der ihrer Meinung nach einbezogen werden sollte, um auf das Thema weiter aufbauen zu können. Die Mehrheit des Ausschusses aber sah vorerst keine Notwendigkeit hierfür. Sollten doch im ersten Schritt lediglich Flyer von einem Experten entwickelt und so genannte Giveaways beschafft werden – am besten schnellstmöglich, um die Leinestadt nach außen präsentieren zu können. Zudem wollen sich die Fraktionen zusammensetzen, um sich weiter mit dem Thema Stadtmarketing auseinanderzusetzen. Günther Ohnesorge gab im Rahmen der Einwohnerfragestunde der Politik noch einen Hinweis mit auf den Weg: „Warum beschaffen wir Giveaways für Fremde?“ Vielmehr sollte erst einmal die innerstädtische Beschilderung in Angriff genommen werden: „Wäre es nicht der erste Schritt, darauf hinzuweisen, wo bestimmte Dinge in Gronau sind?“

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