21 Tannen-Wurftalente sind am Start

Skurriles Ende der Adventszeit

Zwei Frauen gehen an den Start und eine kann sich durchsetzen: Mit viel Kraft wirft Carmen Klouvi den Tannenbaum stolze 4,80 Meter weit.

GRONAU Es ist gar nicht lange her, da standen sie noch bunt und festlich geschmückt im Wohnzimmer. Jetzt haben sich die Mitglieder des Vereins Gronauer Schottentag eine ganz andere Verwendung für den traditionellen Weihnachtsbaum ausgedacht und zum dritten Mal einen Wettbewerb im Tannenbaumwerfen durchgeführt.

Das Organisationsteam rund um Saskia Sund, Marco Remele, Ralf Artelt und Marco Sassermann konnte in diesem Jahr 15 Kinder und sechs Erwachsene für den skurrilen Wettkampf begeistern. „Wir sind ein wenig enttäuscht, dass die Teilnehmerzahl rückläufig ist“, sagt Remele, der sich noch gut an das vergangene Jahr erinnert, in den mehr als 30 Teilnehmer mit von der Partie waren. Und dennoch: Mit großer Begeisterung und viel Elan gingen alle Teilnehmer in den Kategorien Kinder null bis sieben Jahre, acht bis zwolf Jahre, Herren und Damen an den Start.

Während die Erwachsenen mit mittelgroßen Tannen ihr Wurftalent unter Beweis stellten, zeigten die Kinder mit Adventskränzen ihr Können. Am Ende hatte bei den Jüngsten Max Baumann mit 6,96 Metern die sprichwörtliche Nase vorn und konnte sich gegen Marie Bruns mit 5,89 Metern und Aron Klouvi mit 5,61 Metern durchsetzen.

Bei den älteren Kindern konnte Naomi Klouvi auf ganzer Linie überzeugen und warf ihren Adventskranz stolze 11,33 Meter weit. Auf den Plätzen zwei und drei landeten Lena Kannapke mit 10,50 Metern und Jessika Mahnkopf mit 10,29 Metern. Die Familie Klouvi bewies beim diesjährigen Tannenbaumwerfen in fast allen Kategorien Wurftalent, denn auch bei den Damen konnte Carmen Klouvi ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen und sich mit 4,80 Meter gegen Saskia Sund durchsetzen, die auf 3,64 Meter kam. Bei den Herren konnte ebenfalls ein Titel verteidigt werden: Mario Pahl gelang mit 7,21 Metern im wahrsten Sinne des Wortes der ganz große Wurf. Auf den weiteren Plätzen folgten Norman Böckler mit 7,08 Metern und Oliver Kannapke mit 6,82 Metern.

Die Idee, einen Wettbewerb zu veranstalten, bei dem Tannenbäume geworfen werden, kam dem Verein Gronauer Schottentage vor vier Jahren bei einem gemeinsamen Abend: „Wir haben zusammengesessen und plötzlich haben wir den Entschluss gefasst“, erinnert sich Marco Remele, der das Tannenbaumwerfen in diesem Jahr moderierte und die Teilnehmer der Reihe nach an die Startlinie rief. Gemeinsam mit dem Organisationsteam sorgte er dafür, dass niemand übertrat und kein Baum in die falsche Richtung flog. Für die glücklichen Gewinner gab es zum Abschluss der Veranstaltung sogar zahlreiche Preise. So wurden nicht nur Holztäfelchen mit der Platzierung verteilt, sondern auch Gutscheine, Getränke und Drogerieartikel übergeben. „Das Tannenbaumwerfen kommt immer gut bei der Bevölkerung an“, sagt Remele, und das soll auch so bleiben. Schließlich ist der Wettbewerb am Sonnabend nach dem Dreikönigsfest schon eine Tradition in der Gronauer Innenstadt geworden.

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