ASB und Feuerwehr lernen sich bei einer gemeinsamen Fortbildung besser kennen

„Sicherheit ist A und O“

Einsatzkräfte des Rettungsdienstes in ungewohnter Rolle: An zwei Autos werden Handgriffe geübt, die im Einsatzfall der Feuerwehr vorbehalten sind. Fotos: Mosig

GRONAU Wie arbeiten Feuerwehr und Rettungsdienst im Einsatzfall? „Wir wollen die Zusammenarbeit verbessern und uns gegenseitig besser kennenlernen“, meint Heiko Meißner-Spiegel vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), der gemeinsam mit Christian Kerner nun eine Fortbildung der besonderen Art initiiert hatte.

Auf dem Hof der Tischlerei von Karl Bartens im Kampweg war am Sonnabend ein Großaufgebot zu Gast. Der Tischler hatte sein Gelände zur Verfügung gestellt, damit Feuerwehrleute und Mitglieder vom ASB-Rettungsdienst plus dem erweiterten Rettungsdienst gegenseitig die Fahrzeugbestückung und die Handgriffe der jeweiligen Kollegen kennenlernen konnten. Nach der Stationsarbeit, die beinhaltete, wie eine beispielsweise eine Trage funktioniert oder wie ein Rettungsgerüst aufgestellt wird, ging es ans Eingemachte. An zwei schrottreifen Fahrzeugen durften die ASBler selbst zu Schere und Spreizer greifen, um „Verletzte“ aus den Autos zu holen. Dabei gab es Hilfestellungen der Feuerwehrleute. „Sicherheit ist das A und O“, erklärte Jens Köllemann und wies die Mitglieder des Rettungsdienstes an, beim Entfernen einer Scheibe sowohl die Insassen mit einer Decke als auch die eigene Lunge mit einem Mundschutz zu schützen: „Helden brauchen wir hier nicht.“ Der Lerneffekt: Laut Meißner-Spiegel fragen sich seine Leute oftmals, warum es so lange dauert. Nun erfuhren sie aus erster Hand, dass schnelles Drauflosschneiden den Verletzten schaden kann.

Auch bei anderen Übungen wurde die Zusammenarbeit optimiert. Die Organisatoren hatten sich mehrere Szenarien erdacht: Vom Kreislaufkollaps eines Lkw-Fahrers über einen Staplerunfall bis hin zur Hilfeleistung bei einem Gehbehinderten auf schmaler Treppe: Alles soll der besseren Zusammenarbeit der Parteien bei einem Ernstfall dienen, der hoffentlich nie eintritt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare