Beruf wird sich verändern, aber:

Schornsteinfeger sterben nicht aus

zwei Schornsteinfeger
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Schornsteinfegermeister Michael Buß (l.) und sein Mitarbeiter Ulrich Leder betreuen einen Stamm von etwa 3 000 Kunden.

Gronau / Alfeld - Als bevollmächtigter Bezirksschornsteinfegermeister ist Michael Buß von Amts wegen für circa 2500 Liegenschaften verantwortlich. Den Besen müssen er und seine Berufskollegen allerdings immer seltener zur Hand nehmen, weil es in modernen Neubauten kaum noch Feuerstätten gibt. „Aussterben wird das Handwerk dadurch aber nicht, es wird sich nur stark verändern“, betont der 49-jährige Alfelder.
Insgesamt 23 Kehrbezirke beziehungsweise Bezirksschornsteinfeger gibt es im Landkreis Hildesheim. Buß ist für den Bezirk 204 zuständig. Dazu gehören die Orte Gronau, Eime, Dunsen, Banteln, Brüggen und Dehnsen.

Bezirksschornsteinfegermeister nehmen hoheitliche Tätigkeiten wahr. „Dabei geht es vor allem um die Abnahme von neuen Heizungsanlagen und um die so genannten Feuerstättenschauen“, erklärt Buß. Bei den von ihm zu begutachtenden Feuerstätten handele es sich um Kamin- und Kachelöfen sowie um Gas- und Ölheizungen. Normalerweise würden Feuerstätten in einem Turnus zwischen drei und fünf Jahren begutachtet. Eher selten seien „anlassbezogene Prüfungen“ (zum Beispiel bei Rauch- und  Geruchsbelästigungen) außerhalb der vorgeschriebenen Überprüfungsintervalle. 

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