Zeugnisparty ist wieder ein Beweis für Vielschichtigkeit des „Netzwerkes Kinder- und Jugendarbeit“

„Schöne Sache, die wir fortsetzen werden“

Großer Andrang im Jugendzentrum: Gleich in der ersten halben Stunde verzeichnen die Organisatoren gut 60 Besucher. Insgesamt sind es 180 Teilnehmer, die die Ausgabe ihrer Halbjahreszeugnisse feiern wollen.

GRONAU Schon von weitem dröhnt Musik aus dem Jugendzentrum. Im JUZ-Eingangsbereich herrscht ein wildes Gewusel. Doch die Mitglieder der Buddy-Arbeitsgemeinschaft der Kooperativen Gesamtschule haben als hauptverantwortliche Organisatoren der Zeugnisparty den Überblick. „Wir sind bisher zufrieden“, beurteilt Lea Stephan die ersten 30 Minuten: Gut 60 Kinder und Jugendliche haben sie allein in der ersten halben Stunde als Besucher verzeichnet.

Die Stimmung ist gut: Die Jugendgruppenleiter Lennart Jost und Jonas Wiening sorgen für fetzige Musik. „Es ist noch ein bisschen früh, getanzt wird erst später“, sagt Lennart Jost, während er den nächsten Song auswählt. Doch dann füllt sich die Tanzfläche bereits: Die Jugendlichen rufen zur Polonäse auf – quer durch das Jugendzentrum. Grund zum Feiern haben Julia Friese, ihre Schwester Jasmin, Sarah Zedler, Elaine und Sarah Mast in jedem Fall: Mit ihren Halbjahreszeugnissen sind sie zufrieden. „Es gefällt uns gut. Die Stimmung ist super“, freut sich die Mädelsrunde auf einen schönen Abend – Deutsch, Mathe und Englisch sind weit weg. Auch wer sich eine Pause, abseits von der Musik, gönnen will, hat dazu Gelegenheit: Alkoholfreie und liebevoll dekorierte Cocktails, Slush-Eis, Pizza und weitere Getränke werden im JUZ angeboten. Auch das Hip-Hop-Duo „Aras Aryaht“ um Sara Kloth und Thayra Küster begeistert die Besucher.

Wer hinter die Kulissen dieser Veranstaltung blickt, erhält zudem wieder einmal einen Beweis, wie vielschichtig das „Netzwerk Kinder- und Jugendarbeit“ agiert. Unterstützt werden die Organisatoren nämlich von Regjina Palokaj vom JUZ, von Schulsozialpädagogin Tanja Heitmüller und Diakonin Anne Basedau. Rund 50 Jugendliche aus den unterschiedlichsten Bereichen – von Konfirmanden, Mitgliedern der Evangelischen Jugend über Jugendgruppenleiter bis hin zur Buddy-AG und den Schulsanitätern – haben sich in die Zeugnisparty eingebracht. „Alle waren total begeistert“, gibt Anne Basedau einen Tag nach der Veranstaltung ein Fazit: „Es ist ein tolles Projekt.“ Doch die beste Erkenntnis, die das Netzwerk-Team gewonnen hat, ist wohl, dass die Jugendlichen immer selbstständiger werden.

„Wir hatten schon eine lange Schlange von Jugendlichen gleich zu Beginn“, schildert Lea Stephan von der Buddy-AG, die die Veranstaltung zum dritten Mal hauptverantwortlich ausrichtet. Das Gros der Besucher sind fünf und Sechstklässler, vereinzelt sind auch Acht- und Neuntklässler gekommen. Rund 180 Teilnehmer verzeichnen die Organisatoren insgesamt – weniger Besucher als im Vorjahr. Als Gründe hierfür nennt Regjina Palokaj Konkurrenzveranstaltungen, etwa in Alfeld, sowie das Älterwerden der Jugend. Doch auf die Stimmung habe sich dies keineswegs ausgewirkt – ganz im Gegenteil: „Es war eine schöne Sache, die wir fortsetzen werden“, zieht sie einen Tag später Bilanz. Die nächste Party im JUZ steht bereits: Die Buddy-AG wird im Rahmen des Schüleraustausches im Mai eine Disco speziell für die französischen Gäste anbieten.

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