Telekom hat sich die Gemeinde bereits gesichert / Innerhalb von zwölf Monaten muss der Ausbau vorgenommen werden

Schnelles Internet für das Despetal

Die Geduld im Despetal hat sich gelohnt, schnelles Internet soll kommen. Wann aber der Ausbau vorgenommen wird, ist noch unklar. Fest steht: Die Telekom muss nach der Anmeldung des Ausbaus innerhalb von zwölf Monaten diesen auch tatsächlich vornehmen.

DESPETAL Gute Nachrichten für das Despetal: Schnelles Internet kommt – nicht aber wie erwartet vom Telekommunikationsanbieter htp, wie dessen Pressesprecherin Kathrin Mackensen gestern informierte.

Das gleiche Spiel wie in der Gemeinde Rheden: Der Telekommunikationsanbieter aus Hannover hat die Planungen abgeschlossen und den Ausbau im Despetal angemeldet. Hierfür ist es nötig, sich auf die so genannte Vectoringliste der Bundesnetzagentur setzen zu lassen. Das vor rund eineinhalb Jahren ins Leben gerufene Vectoringverfahren ermöglicht es, statt zuvor 50 nun 100 MBit/s über die bestehende Infrastruktur an Kupferleitungen zu schicken. Störgeräusche werden herausgefiltert, so dass tatsächlich die 100 MBit/s transportiert werden können. Allerdings darf nur ein Anbieter den Ausbau vornehmen, da es sonst wieder zu Störungen kommen würde. Laut Kathrin Mackensen erfährt das Unternehmen, das den Bedarf anmeldet aber nicht im Vorfeld, welche Bereiche bereits vergeben sind. Am Freitag erhielt htp schließlich die Absage von der Bundesnetzagentur. Denn: Die Telekom hat sich das Despetal gesichert, vermutlich bereits Anfang des Jahres. Wer Bedarf anmeldet, muss innerhalb von zwölf Monaten den Ausbau auch tatsächlich vornehmen, andernfalls werden Strafzahlungen fällig. Dies dürfte die Einwohner im Despetal freuen. Immerhin haben sie schon lange für schnelles Internet gekämpft: Wie die Initiative einiger Einwohner, allen voran Thomas Noll und Hartmut Lange, Ende vergangenen Jahres ergab, sicherten 300 von 500 Haushalten Interesse an schnellem Internet zu. Vielleicht hat der Telekommunikationsriese deshalb schnell zugeschlagen.

htp hatte vor, mit dem Überlandwerk Leinetal zusammenzuarbeiten. Der regionale Energieversorger hätte die Leitungen geschaffen und dem hannoverschen Anbieter vermietet. Vielleicht wäre dies nun ein denkbares Modell für Betheln. Immerhin haben auch hier engagierte Einwohner – Jörg Fischer und Christoph Dommel – eine Interessensabfrage gestartet. 181 von 380 Haushalten äußerten den Wunsch nach schnellem Internet. Konkrete Angaben zu Betheln kann die htp-Pressesprecherin aber noch nicht machen: „Wir müssen jetzt erst einmal neu planen“, kündigt sie an. Ob die Telekom aber auch bereits die Hand auf Betheln hat, erfährt htp erst wieder, wenn der Bedarf angemeldet ist.

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