Telekom rüstet auf Glasfasertechnik um – aber nicht alle Einwohner profitieren

Schneller surfen in Gronau und Banteln

Thomas Bartels, Jens Göppert (Telekom), die Bürgermeister Friedrich-Georg Block-Grupe und Karl-Heinz Gieseler sowie Peter Hartung (Telekom, von links) zeigen das neue Gehäuse an der Johanniterstraße. Foto: Mosig

GRONAU / BANTELN J Gute Nachrichten für viele Internetnutzer. Ab Ende Dezember können 1 590 Haushalte in Gronau und 275 Haushalte in Banteln mit bis zu 100 MBit/s im Netz surfen. In den vergangenen sechs Wochen hat die Telekom fünf Kliometer Glasfaserkabel gelegt, die neun Multifunktionsgehäuse in Gronau und eins in Banteln mit dem Vectoring-Datenturbo versorgen. „Schnelles Internet gehört zur Grundversorgung“, sagt Bantelns Bürgermeister Friedrich-Georg Block-Grupe auch mit Blick darauf, dass mit dem Rückzug der Sparkasse ein wichtiger Teil von Bantelns Nahversorgung fehlt (siehe Artikel rechts). Das bestätigt auch Jens Göppert, Telekom-Vertriebsbeauftragter für die Region Nord: „Neubürger schauen nach Schulversorgung, Einkaufsmöglichkeiten und Breitbandverbindungen.“ Auch Gronaus Bürgermeister Karl-Heinz Gieseler freut sich, dass der Ausbau so schnell voranschreitet. Dennoch wird es mitunter knifflig.

Denn erstens erfolgt die Umstellung nicht automatisch, sondern der Kunde muss selbst im Laden oder online tätig werden, und zweitens sind nicht alle Haushalte abgedeckt. Von den Neuerungen profitieren nur Gronauer in Randlagen und in Banteln alle Menschen, die südlich der Kirche wohnen. In Gronaus Innenstadt und im nördlichen Banteln ist seit vielen Jahren htp der Erstversorger, und die Bundesnetzagentur schreibt vor, dass aufgrund der Wettbewerbssituationen bestehende Verteiler nicht von Fremdanbietern überbaut werden dürfen. Sprich: Hier müsste htp tätig werden und auf Vestoring-Technik aufrüsten. „Das ist für den Endkunden Mist“, sagt Block-Grupe mit einem weinenden Auge. Dennoch sind in diesen Bereich Geschwindigkeiten bis zu immerhin 50 MBit/s möglich. flo

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