Freiwillige Feuerwehren und Bauhof in Bereitschaft / Schlamm auf den Straßen

Sandsäcke als präventive Maßnahme im Despetal

Die Freiwiligen Feuerwehren aus dem Despetal sind im Einsatz: Sie reinigen die Straßen nach Erdabrutsch (rechts) und schleppen vorbeugend Sandsäcke an die Grundstücksgrenzen zum Hambach, der stetig steigt. Foto: Hüsing

EITZUM Die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren stehen nachwievor auf Abruf oder sind unterstützend in anderen Teilen des Landkreises Hildesheim tätig. So rückten die Wehren aus Gronau, Banteln und Eime nach Holle aus, um ihre Kameraden dort abzulösen. Eigentlich hätten die Wehren aus dem Despetal ebenfalls ausrücken sollen, doch sie haben vor der eigenen Haustür genug zu tun.

„In Absprache mit der Feuerwehrführung der Samtgemeinde haben wir Wehren aus dem Despetal beschlossen, nicht nach Holle auszurücken, um vor Ort reagieren zu können“, erzählt Sven Grebe. Der Ortsbrandmeister aus Eitzum ist mit seinen Kameraden im Einsatz. Präventiv schleppen sie Sandsäcke herbei, die vom Bauhof befüllt und nach Eitzum gebracht worden waren. „Der Hambach ist der einzige Bach hier, der stetig steigt“, so Grebe. Während die Despe seit vorgestern Mittag wieder sinkt, steigt der Wasserpegel des Hombachs weiter an. „Eigentlich handelt es sich um einen ruhigen Bachlauf, der etwa sechs Zentimeter Wasser führt“, erläutert Sven Grebe. Doch aufgrund der erneuten Regenschauer befürchtet er, dass er aus Richtung Eberholzen kommend weiteres Wasser aufnimmt und überzulaufen droht. Das Wasser in den Gärten sei nicht so schlimm, doch bei ortsansässigen Firmen sind die Maschinen in den Werkshallen in Gefahr. „Wir versuchen, eine Barriere mit einer Höhe von etwa 20 weiteren Zentimetern aus Sandsäcken zu errichten“, sagt Grebe. Er befürchtet, dass sich die Lage in den Nachmittags- und Abendstunden zuspitzt, da weitere Regenschauer erwartet werden. Die Kameraden aus Barfelde und Nienstedt sind ausgerückt, um die Kameraden aus Eitzum zu unterstützen: „Die Straße auf Höhe der Papierfabrik war voller Schlamm“, erzählt Andreas Zastrow. Der stellvertretende Ortsbrandmeister der Feuerwehr Barfelde reinigt mit seinem Team die Straßen und fegt den Dreck beiseite, doch er fürchtet, dass weiterer Schlamm von den Äckern am Wald heruntergespült werden wird. Auch der Bauhof ist rund um die Uhr in Bereitschaft, füllt Sandsäcke und sieht nach dem Rechten, versichert Bauamtsleiter Hans Kirsch.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare