Löschwasser: Vorgaben Rechnung tragen / Zusammenarbeit mit Golf-Club

Samtgemeinde kann kräftig sparen

GRONAU / RHEDEN Wenn es brennt, rückt die Feuerwehr aus – doch was geschieht, wenn den Einsatzkräften das Wasser zum Löschen fehlt? Keine Sorge: So dramatisch stellt sich die Lage im Rhedener Baugebiet „Talweg“ keineswegs dar, wohl aber muss die Politik einer gesetzlichen Bestimmung Rechnung tragen.

Denn laut einer Beschlussvorlage kann der erforderliche Bedarf an 193 Kubikmetern Löschwasser für eine Zeit von zwei Stunden mit den im Baugebiet „Talweg“ vorhandenen Hydranten nicht länger gedeckt werden. Alternativen für die Wasserentnahme aber gibt es in diesem Bereich nicht. Die Folge: „Es steht zu befürchten, dass zukünftig keine Baugenehmigungen mehr erteilt werden“, heißt es in der Beschlussvorlage der Verwaltung, die dem Ausschuss für Sicherheit und Ordnung am kommenden Dienstag (Beginn: 18 Uhr im Feuerwehrhaus in Gronau) vorgelegt werden soll. Den Ausführungen der Verwaltung zufolge aber handelt es sich hier lediglich um eine Anpassung an gesetzliche Vorgaben: Im Jahr 2008 hat sich der Löschwasserbedarf in reinen, allgemeinen und besonderen Wohngebieten, in Mischgebieten und in Dorfgebieten verdoppelt, so dass damalige in den Bebauungsplänen festgelegte Löschwassermengen heute zum Teil nicht mehr ausreichen. Demnach handelt es sich schlichtweg um eine Routine-Angelegenheit – für die es bereits eine Lösung gibt. Um den Vorgaben Rechnung zu tragen, müsste eigentlich ein Löschwasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von rund 200 Kubikmetern am Talweg installiert werden. Dies jedoch würde Kosten von rund 120 000 Euro verursachen.

Über 40 000 Euro

Wie die Verwaltung aber aufzeigt, gibt es auch eine günstigere Alternative – mit einem Sparpotenzial von über 40 000 Euro. Denn im Rahmen einer Besichtigung verschiedener Grundstücke informierte der Rhedener Golf-Club Sieben-Berge über seine Absicht, einen Teich mit über 1 000 Kubikmetern Inhalt anlegen zu wollen. Würden beim Bau die Voraussetzungen für einen Löschteich, etwa die Herstellung eines Rohrleitungssystems und eines Löschwassersauganschlusses nach DIN, erfüllt, könnte die Samtgemeinde mit dem Golfclub zusammenarbeiten. Die Kosten hierfür liegen bei rund 97 000 Euro, in Absprache mit dem Golfclub müsste die Samtgemeinde 78 000 Euro tragen.

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