Messdiener-Gruppe aus Lingen bittet um Unterkunft für zwei Nächte / Grundschule wird zum Quartier

Samtgemeinde Gronau stellt Gastfreundlichkeit unter Beweis

Fühlen sich in der Gronauer Grundschule wohl: Die 15 Kinder sind mit ihren Betreuern Nora Oldiges (18), Ramon Rumpf (17), Anne Merz-Möllenbrock (21), Johannes Wencker (17) und Marvin Laake (19) vom Zeltlager in Diekholzen in die Leinestadt gepilgert. Foto: Klein

GRONAU Gastfreundlich zeigte sich jetzt die Samtgemeinde Gronau um Verwaltungschef Rainer Mertens: 15 Kinder pilgerten mit ihren fünf Betreuern aus Diekholzen in die Leinestadt und baten um eine Unterkunft für zwei Nächte. Da derzeit Ferien sind, durften die Jungen und Mädchen von der St. Bonifatius-Gemeinde aus Lingen den Grundschul-Neubau beziehen.

90 Personen haben sich Ende Juni im jährlich von Jugendgruppenleitern organisierten Zeltlager der St. Bonifatius-Kirchengemeinde Lingen niedergelassen, diesmal in Diekholzen. „Für drei Tage verlassen wir das Zeltlager dann mit Sack und Pack“, informiert der 19-jährige Betreuer Marvin Laake. Dann nämlich steht für die einzelnen Gruppen Wandern auf dem Programm: „Wir suchen uns eine größere Gemeinde, die für uns zu Fuß erreichbar ist“, sagt er: „Ein Kriterium ist für uns zum Beispiel, ob die Gemeinde ein Freibad hat.“ Vor Ort hat die insgesamt 20-köpfige Gruppe schließlich im Gronauer Rathaus nachgefragt und um eine Bleibe gebeten. „Wir sind hier wirklich super aufgenommen worden“, freut sich Marvin Laake, dass die Messdiener-Gruppe, eine „super Unterkunft“ für die zwei Nächte bekommen hat. Und mehr noch: „Der Eintritt ins Freibad wurde uns laut des Bürgermeisters erlassen“, bedankt sich der Betreuer für die Gastfreundschaft – auch beim JUZ-Team, das sich ebenso für die „Pilger“ aus Lingen eingesetzt hat.

Die Leinestadt mit ihrem Freibad, in dem sich die Ausflügler eine Dusche gönnen können, und den Einkaufsmöglichkeiten, Ärzten und Apotheken sei für die Gruppe ideal, so Marvin Laake. Und auch Gronaus Minigolf-Anlage, die ja von Gleichgesinnten, also Jugendgruppenleitern geführt wird, haben die Jugendlichen einmal ausprobiert. „Wir haben die Runde wegen des Regens leider nicht zu Ende führen können“, bedauert der Jugendgruppenleiter.

Angereist sind die Kinder im Alter von elf bis 13 Jahren mit Wanderrucksäcken, mit Gepäck für drei Tage, Getränken, Verpflegung und Geschirr. Am Donnerstagmittag hat die Gruppe schließlich wieder die Heimreise zum Zeltlager in Diekholzen angetreten, das sie noch bis nahezu Mitte Juli bevölkern werden.

Ihre Unterkunft in Gronau werden sie aber wohl so schnell nicht vergessen: „Der Raum in der Schule ist top. Wir dürfen die Spiele hier nutzen und die Kinder können auf dem Außengelände spielen.“ Zudem seien die sanitären Anlagen in der Grundschule „ein großer Pluspunkt“, lobt Marvin Laake, der wie die anderen Jugendgruppenleiter sogar in den Genuss eines von den Kindern getrennten Schlafraums kommt. „Und die Stimmung ist hier wirklich top“, pflichtet der 17-jährige Ramon Rumpf bei.

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