Restauration der Furtwängler-Orgel soll im kommenden Jahr beginnen / 30 000 Euro an Spenden aus der Gemeinde

Dreytza: „Außerordentliches geleistet“

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Blicken zuversichtlich in Richtung Orgelrestauration (von links): Solistin Sonja Salisch, Vikar Stephan Dreytza, Pastor Wolfgang Richter und Organistin Tamara Busch. Alle Informationen rund um die Furtwängler-Orgel sind ab sofort im Internet zu finden.

GRONAU - Die große Restauration der St. Matthäi-Orgel rückt in greifbare Nähe: „Fast alles liegt uns inzwischen vor“, spricht Vikar Stephan Dreytza von den erforderlichen Gutachten und Kostenschätzungen. Rund 217 000 Euro müssen investiert werden, um die weltweit größte Furtwängler-Orgel zu restaurieren und das Gewölbe rund um das kostbare Instrument auf Vordermann zu bringen.

„60 Prozent der Kosten haben wir bereits in der Tasche“, freut sich Stephan Dreytza, der die Fundraising-Leitung des großen Projektes übernommen hat. Allein die Kirchengemeinde hat 30 000 Euro an Spenden für die Orgelrestaurierung bekommen. „Was hier in Gronau geleistet wird, ist schon außerordentlich“, zeigt sich der Vikar von der Spendenbereitschaft regelrecht begeistert. Besonders Organistin Tamara Busch und viele Helfer, etwa aus dem Orgelkomitee, haben sich für die Orgelrestauration engagiert. Dank eines Grundstücksverkaufs kann die St. Matthäi-Kirchengemeinde ihren Eigenanteil auf etwa 90 000 Euro aufstocken. Das Landeskirchenamt übernimmt 30 Prozent der Restaurationskosten, 1 000 Euro steuert der Sprengel Hildesheim-Göttingen aus der Sprengelkollekte bei. Es läuft also gut für die Gronauer Kirchengemeinde – wenn auch bisher „ein langer Atem“ nötig gewesen ist, räumt der Vikar ein: „Wir sind jetzt seit zwei Jahren dabei – aber noch immer ist die Freude nicht verloren gegangen“, zeigt sich Stephan Dreytza weiterhin optimistisch. Immerhin habe die Orgelmusik eine große Bedeutung: Sie sorge für die Verkündung des Wortes Gottes, hebt er den Stellenwert des besonderen Instruments hervor. Noch dazu hat die weltweit größte Philipp-Furtwängler-Orgel der Welt ihr Zuhause in der Gronauer Kirche. Daher ist der Vikar auch zuversichtlich, weitere Gelder generieren zu können. Beispielsweise ist er an den Kirchenkreis Hildesheimer Land-Alfeld herangetreten. Dieser könnte die Orgelrestauration mit bis zu 25 Prozent fördern. Auch die Stadt Gronau wurde angesprochen, das Projekt zu fördern. In beiden Fällen stehen aber noch Zusagen aus, wie Stephan Dreytza informiert. „Spätestens zum Ende des Jahres soll die Finanzierung stehen“, teilt er mit. Denn im kommenden Jahr, vermutlich im ersten oder zweiten Quartal, soll das große Projekt beginnen: Wie Stephan Dreytza erläutert, muss zunächst das Gewölbe saniert werden. Rund 80 000 Euro wird dieses Vorhaben kosten. Im zweiten und dritten Quartal soll die Restauration der Orgel erfolgen. „Zum Wochenende des Matthäi-Festes im kommenden Jahr soll die Orgel eingeweiht werden“, kündigt er den groben Zeitplan an, der bereits einige „Puffer“ enthält. Da das große Projekt viele Menschen in Gronau bewegt, hat der Fundraising-Leiter eine Homepage für die Orgelfreunde ins Leben gerufen. Dort sind alle Informationen rund um das Furtwängler-Instrument zu finden – von der Geschichte bis hin zu Neuigkeiten. Im Internet unter www.orgelfreude-gronau.de finden Interessierte auch das Spendenkonto. Beiträge sind nämlich auch weiterhin willkommen.

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