Bedeutende Rolle für Kameradschaften

Reservisten – mehr als ein Verein

Eine Plakette zum Geburtstag: Der stellvertretende Landesvorsitzende der Reservistenkameradschaft, Dirk Merten (links), überreicht dem Vorsitzenden der Bantelner Reservisten, Holger Seida, eine Erinnerung an das 25-jährige Bestehen der Kameradschaft.

BANTELN „Wir sind ein ganz normaler Verein“, zitierte der stellvertretende Landesvorsitzende der Reservistenkameradschaft, Dirk Merten, im Rahmen des Festaktes zum 25-jährigen Bestehen der Bantelner Reservisten aus der LDZ. „Ihr stapelt tief“, wandte er sich an die Bantelner Kameraden und verdeutlichte, welche bedeutende Rolle die Reservisten einnehmen.

„Wir erfüllen alle zusammen einen parlamentarischen Auftrag“, betonte Dirk Merten im Rahmen seiner Ansprache. Die Aufgaben der Reservisten seien klar formuliert: „Wir geben der Bundeswehr vor Ort ein Gesicht“, nennt er etwa die Mittler-Funktion der Reservisten: „Wie wertvoll diese ist, werden wir in einigen Jahren sehen.“ Des Weiteren gehören die militärische Ausbildung, die großes Engagement erfordere, die Öffentlichkeitsarbeit sowie Unterstützungsleistungen für die Bundeswehr zu den Pflichten der Reservistenkameradschaft. „Wir bekommen regelmäßig Schreiben, ob wir nicht Reservisten zur Unterstützung haben“, hob er die Bedeutung einmal mehr hervor: „Wir sind eben der Fanclub der Bundeswehr.“ Diese Aufgaben erfülle die Bantelner Kameradschaft seit 25 Jahren, zollte Dirk Merten den Bantelner Mitgliedern seinen Respekt. Die Kameradschaft hat sich mit elf Mitgliedern am 8. August 1988 gegründet: „Aus einem damals zusammengewürfelten Haufen Gleichgesinnter wurde ein in der Dorfgemeinschaft und darüber hinaus akzeptierter Verein“, erinnerte Schriftführer Dietmar Mundt an die Anfänge der Reservisten in Banteln.

„Es waren vor 25 Jahren kluge Kameraden, die die Kameradschaft gegründet und einen guten Resonanzboden gefunden haben“, lobte Joachim Konieczny, ehemaliger Kyffhäuser-Kreisvorsitzender, und sprach in seinem Grußwort das „gemeinsame Ziel“ beider Vereine an. Eine „große Hochachtung“ zollte zudem CDU-Landtagsabgeordneter Klaus Krumfuß: „Viele kennen gar nicht den genauen Hintergrund der Reservisten.“ Doch das Engagement dieser Ehrenamtlichen gehe weit über gesellschaftspolitische Tätigkeiten hinaus. „Sie greifen anderen helfend unter die Arme“, lobte Klaus Krumfuß den Einsatz der Bantelner Kameradschaft für das Allgemeinwohl. Zum Dank lud er die Mitglieder in den Niedersächsischen Landtag ein. „Ich würde Sie ja in die Verwaltung einladen, aber das wäre zu langweilig“, scherzte Werner Achilles, der als stellvertretender Samtgemeindebürgermeister stattdessen ein „Flachgeschenk“ überreichte: „Die Reservistenkameradschaft ist ein großer Bestandteil in der Gemeinde und über die Grenzen hinaus“, lobte auch er das „Geburtstagskind“.

Die Liste der Gratulanten war lang: Ortsbrandmeister Helmut Greber und Klaus Dieter Beckmann, stellvertretender Kreisvorsitzender und Vorsitzender der Despetaler Reservisten, dankten für die „gute Zusammenarbeit“, die stellvertretende Landrätin Margret Köster lobte das ehrenamtliche Engagement und Bantelns stellvertretender Bürgermeister freute sich, dass die Reservisten „Geselligkeit und Gemeinschaft auf der einen Seite sowie Ernsthaftigkeit auf der anderen“ verbinde. Zwischendurch gab es Musik vom von den Gästen viel gelobten Klangkörper, dem Musikzug der Bantelner Feuerwehr. „Wenn ich hier zu einem Fest komme, freue ich mich immer wieder, dass Banteln so einen hervorragenden Klangkörper hat“, würdigte Klaus Krumfuß die Musiker, die im Anschluss an den rund eineinhalbstündigen Kommers die Gäste mit weiteren Stücken auf die Feier einstimmte.

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