Prozess um Eimer Ex-Pastor startet mit Anklageverlesung

Lange Liste an Betrügereien

Medieninteresse Pastor Gericht Eime Landgericht Hildesheim
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Großes Medieninteresse: Der ehemalige Pastor bekommt von seiner Ehefrau Beistand und lässt das Blitzlichtgewitter über sich ergehen. Die Staatsanwaltschaft legt ihm Betrug und Urkundenfälschung in 163 Fällen zur Last.

Eime – Seit rund vier Jahren schwebt mit der Frage, inwieweit der frühere Pastor der örtlichen Kirchengemeinde sich des Betrugs schuldig gemacht hat, eine dunkle Wolke über Eime. Am Mittwoch, 20. Januar, begann am Hildesheimer Landgericht der Prozess, der Licht in das Dunkel bringen soll. Ausführlich listet die Staatsanwältin 163 Fälle von Betrug und Urkundenfälschung auf, die dem 61-Jährigen, der inzwischen in Seelze (Region Hannover) wohnt, zur Last gelegt werden.

Die dabei stetig wiederkehrende „Masche“, die der Geistliche zwischen September 2012 und Dezember 2016 angewandt haben soll: Gefälschte und fingierte Quittungen und Rechnungen für allerhand vermeintlicher Anschaffungen, die in einer Kirchengemeinde nützlich sein können, soll er beim Kirchenamt Hildesheim zur Kostenerstattung eingereicht haben.  So soll sich der 61-Jährige rund 52 000 Euro verschafft haben, wirft ihm die Staatsanwaltschaft vor. Rund 10 000 Euro soll er zurückgezahlt haben. 

Am zweiten Verhandlungstag, 22. Januar, will sich der Angeklagte zu den Vorwürfen äußern. 

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