Frist verlängert / Oberin Bärbel König: „Wir werden dann schauen, wie wir damit umgehen“

86 Prozent stimmen Lohnkürzung zu

Noch bis zum Jahresende haben die Mitarbeiter des Gronauer Johanniter-Krankenhauses Zeit, die Zusatzvereinbarung zum Arbeitsvertrag zu unterzeichnen. Foto: Klein

GRONAU Das Thema Gehaltskürzung ist im Gronauer Johanniter-Krankenhaus längst nicht vom Tisch. Letzter Stand: Die Arbeitsrechtliche Kommission des Diakonischen Werkes hatte das Fünf-Jahres-Sparkonzept der Einrichtung abgelehnt, so dass mit jedem der 250 Mitarbeiter eine individuelle Zusatzvereinbarung zum Arbeitsvertrag geschlossen werden muss. Diese aber ist bisher nicht von der kompletten Belegschaft unterzeichnet worden.

„Eine große Masse“ an unterschriebenen Zusatzvereinbarungen liegt der Krankenhausleitung vor, teilt Oberin Bärbel König mit. Ihren Angaben zufolge haben 86 Prozent der Mitarbeiter die Vereinbarung unterzeichnet und erklären sich demnach einverstanden, dass sie rückwirkend zum 1. November auf 13,9 Prozent, über das Jahresgehalt gerechnet, ihres Lohns verzichten. „Das ist wirklich schon erfreulich“, kommentiert Bärbel König die Anzahl an unterschriebenen Vereinbarungen. Sie sei weiterhin „optimistisch“, wenn auch 14 Prozent das Schreiben noch nicht mit ihrer Unterschrift versehen haben. Deshalb ist am vergangenen Freitag erneut eine Personalversammlung einberufen worden, in deren Rahmen ein weiteres Mal der Sparplan dargelegt wurde. „Wenn wir das Konzept einhalten, schreiben wir ab 2017 schwarze Zahlen“, nennt Bärbel König den Kern des Plans, auf den es hinzuarbeiten gilt.

Nun gibt es eine Fristverlängerung: Bis zum Jahresende haben die Mitarbeiter noch Zeit, die Vereinbarung zu unterzeichnen. „Alle Mitarbeiter sollten schon den gleichen Beitrag für das Haus leisten“, ist die Oberin überzeugt – nur dann geht das Sparkonzept auf. „Wir haben noch nicht aufgegeben“, hofft sie, dass weitere unterschriebene Vereinbarungen in den kommenden Tagen eintreffen. Sollten die Zahlen aber so bleiben, muss die Krankenhausleitung neu beraten: „Wir werden dann schauen, wie wir damit umgehen.“

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