Ein mögliches Schulmodell: CJD steigt ab 2015 in Eime ein, Samtgemeinde-Trägerschaft läuft nach und nach aus

„Positive Signale“, aber keine Garantie

Im November ist die Sonne für den Flecken Eime untergangen: Der Rat beschloss mehrheitlich, die Sonnenbergschule zu schließen. Nun aber könnte die Bevölkerung wieder Licht sehen: Das CJD hat längst Interesse am Schulbetrieb bekundet. Zwar ist noch eine ganze Menge zu klären, doch laut der Verwaltungsspitze gibt es eine „realistische Chance“, die Schule zu erhalten. Foto: Mosig

EIME Mit dem Ratsbeschluss, die Eimer Sonnenbergschule zu schließen, ist für den Flecken Eime und seine Einwohner buchstäblich die Sonne untergegangen – nun scheint diese wieder aufzugehen. Das CJD Elze hat längst Interesse bekundet, die kleine, aber feine Grundschule in freier Trägerschaft weiterführen zu wollen. Gronaus Verwaltungsspitze um Samtgemeindebürgermeister Rainer Mertens und Erstem Samtgemeinderat Thomas Mensing klären im Gespräch mit der LDZ auf, wie die nächsten Schritte aussehen müssen.

„Es hat Gespräche gegeben“, schildert Verwaltungschef Rainer Mertens – sowohl auf der Ebene der Samtgemeinde als auch des Flecken Eime. Geklärt werden muss nämlich zum einen, ob die Samtgemeinde eine freie Trägerschaft einer Grundschule überhaupt zulassen will, zum anderen ob es für den Flecken Eime vorstellbar sei, sich finanziell einzubringen.

Ein mögliches Modell gibt es bereits: Demnach würde die Samtgemeinde als Schulträger im Sommer ein letztes Mal Kinder in Eime einschulen, ab 2015 würde dies das CJD übernehmen. Die übrigen Klassen würden unter der Trägerschaft der Samtgemeinde bleiben, mit Jahr für Jahr weniger Klassen – bis 2018. Dann wäre die Eimer Sonnenbergschule allein in CJD-Hand. „Dies ist erst vorstellbar geworden, nachdem der Flecken die Absicht erklärt hat, die Kosten für die Fortsetzung zu übernehmen“, beschreibt Rainer Mertens „völlig neue Perspektiven“. Bis 2018 müsste der Flecken Eime demnach 350 000 Euro in den Schulbetrieb investieren. Die Samtgemeinde würde lediglich als Schulträger fungieren, wäre finanziell aber unbeteiligt. Immerhin hat der Rat der Samtgemeinde angesichts der stetig sinkenden Schülerzahlen sowohl aus pädagogischen als auch finanziellen Gründen die Sonnenbergschule geschlossen, wie Thomas Mensing erinnert.

Doch noch hat die Beschlussfassung des Rates, die Grundschule zum Sommer zu schließen, seine Gültigkeit: „Wenn eine Veränderung gewünscht wird, müssen einige Dinge beachtet werden“, informiert Rainer Mertens über die weitere Vorgehensweise. Zum einen müsse der Rat bereit sein, einen freien Träger in der Grundschullandschaft der Samtgemeinde zuzulassen, zum anderen müsse das CJD eine verbindliche Zusage liefern, die Eimer Einrichtung als einzügige Grundschule fortzuführen. Und drittens: Der Flecken müsse ebenso verbindlich erklären, die Kosten für den weiteren Schulbetrieb bis 2018 zu übernehmen. „Ich habe deutliche Signale bekommen“, gibt der Verwaltungschef eine persönliche Einschätzung: „Daher bin ich optimistisch, dass wir eine solche Lösung hinbekommen werden.“ Aber eine Garantie könne die Verwaltungsspitze derzeit nicht geben: „Wir empfehlen den Eltern deshalb zur Sicherheit, die Schnuppertage in den Schulen in Gronau und Banteln wahrzunehmen.“ Diese sind – wie im Informationsschreiben an die Eltern angekündigt – für Anfang der kommenden Woche vorgesehen. Bei aller Ungewissheit aber sprechen Rainer Mertens und Thomas Mensing von „einer realistischen Chance“, dass die Grundschule in Eime weiterhin Bestand haben wird. „Sollten die Gespräche weiter positiv verlaufen, werde ich eine entsprechende Beschlussvorlage vorlegen“ – mit der Empfehlung, eine freie Grundschul-Trägerschaft in der Samtgemeinde zuzulassen und den Schulbetrieb mit der Kostenübernahme durch den Flecken fortzuführen. Denn: „Ich unterstütze dies“, betont Rainer Mertens.

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