CDU-Samtgemeindeverbände aus Gronau und Duingen rücken weiter zusammen / Keine „Zwangsfusion“ der Ortsverbände

„Es passt kein Blatt Papier dazwischen“

Klaus Krumfuß, Alexander Peetz, Oliver Schmidt, Dirk Borovka und Corinna Fischer (von links) rücken dichter zusammen: Die Vorsitzenden der CDU-Samtgemeindeverbände Gronau und Duingen möchten die Bürger bei der Fusion „mitnehmen“. Foto: Hüsing

GRONAU / DUINGEN „Es ist eine Premiere, dass wir so in der LDZ-Redaktion zusammenkommen“, freut sich Alexander Peetz auf die Zusammenarbeit mit den Duinger Christdemokraten. Bislang habe man sich auf verschiedenen Veranstaltungen gesehen und sei miteinander ins Gespräch gekommen. „Die Denkweise ist gleich“, stellten die CDU-Vorstände schnell fest. So nutzen Klaus Krumfuß und Dirk Borovka aus Duingen sowie Oliver Schmidt, Corinna Fischer und Alexander Peetz vom Gronauer Samtgemeindeverband die Gelegenheit im Vorfeld der Fusion, sich einander anzunähern.

„Wir bilden im Falle der Fusion zur Samtgemeinde Leinebergland im kommenden Jahr einen Wahlkreis und eine Liste“, verdeutlicht Dirk Borovka, Vorsitzender des CDU-Samtgemeindeverbands Duingen, warum ihm das Kennenlernen der CDU-Mitglieder aus Gronau am Herzen liegt. Mehrere Treffen hätten gezeigt, dass sich viele Gemeinsamkeiten nutzen lassen.

„Uns geht es nicht darum, die CDU-Ortsverbände zwangsweise zu einem Verband zusammen zu fügen“, betont Oliver Schmidt, Vorsitzender des Gronauer Samtgemeindeverbandes. Wer selbständig bleiben kann und möchte, soll dies tun. Wer möchte, kann dem Verband der Stadt Gronau beitreten, wie es Betheln bereits beschlossen hat. Von allen bisherigen Ortsverbänden sollen sich aber im Vorstand des gemeinsamen Verbandes Personen wiederfinden. So stehe bereits fest, dass die Ortsverbände Brüggen-Rheden und Banteln eigenständig bleiben möchten. „Sie leisten sehr gute Arbeit vor Ort und sind sehr aktiv“, attestiert Schmidt. Auch Duingen behält seinen Ortsverband. „Die politische Arbeit wird vor Ort geleistet. Wahlen werden immer mehr zu Personenwahlen“, unterstützt Klaus Krumfuß die Überlegungen seiner Partei. Als langjähriger Vorsitzender des Samtgemeindeverbandes Duingen sowie als Bürgermeister und Landtagsabgeordneter weiß er es zu schätzen, mit den Einwohnern direkt zu sprechen. „Ich finde es gut, dass die Vorstände zusammenkommen. Ich habe eine besondere Beziehung zu allen Kommunen in meinem Wahlkreis“, betont Krumfuß. Doch dies heiße nicht, dass man auf struktureller Ebene nicht noch weiter zusammenwachsen könne.

So soll im kommenden Jahr, wenn die Fusion von Gronau und Duingen abgeschlossen ist, auch ein gemeinsamer CDU-Samtgemeindeverband Leinebergland seine Arbeit aufnehmen. „Wir haben hier eine tolle junge Mannschaft und blicken auf eine spannende Zeit“, sind sich die Vorstandsmitglieder einig. „Hier hat kein Blatt Papier zwischen Platz“, findet Klaus Krumfuß deutliche Worte. Von Berührungsängsten keine Spur.

„Uns ist es wichtig, unsere Mitglieder in das kommunale Wahlprogramm einzubinden“, schildert Corinna Fischer. Deshalb habe der CDU-Samtgemeindeverband Gronau seine Mitglieder bisher zu zwei Treffen eingeladen, um über Probleme und Themen zu diskutieren. „Die interne Veranstaltungsreihe wurde sehr gut angenommen“, bestätigt Alexander Peetz. Bei einem dritten Treffen könne man bereits sehen, welche Vorstellungen die Duinger mitbringen, die regelmäßig Bürger-Informationsabende anbieten. „Die Kommunen kämpfen alle mit den gleichen Herausforderungen“, ist man sich sicher. Zu den Themen zählten daher bis jetzt Senioren, Infrastruktur, Landwirtschaft sowie Mobilitätswirtschaft.

„Fusion als Chance“

„Wir begreifen die neue Samtgemeinde als Chance – auch für die politische Arbeit“, sagt Alexander Peetz, zusammen mit Corinna Fischer stellvertretender Vorsitzender des Gronauer Samtgemeindeverbandes. Etablierte Strukturen kämen auf den Prüfstand, neue Möglichkeiten entstehen. „Wir haben das Aufschlagsrecht“, betont der Gronauer. „Wir können hierbei nur voneinander lernen“, ergänzt Oliver Schmidt im Hinblick auf die Erfahrungen, die bereits in Duingen gemacht wurden. Auch gemeinsame Veranstaltungen sowie ein Kennenlernen der örtlichen Begebenheiten werden bereits geplant. „Wir sind noch am Anfang, haben aber schon konkrete Ideen“, verspricht Dirk Borovka. So könne Schritt für Schritt eine Zusammengehörigkeit geschaffen werden. „Wir sind auf einem richtig guten Weg und haben stets das Wohlsinnen der Bürger im Blick“, freut sich Dirk Borovka trotz der vielen neuen Herausforderungen darauf, mit den Mitgliedern und Bürgern in beiden Gemeinden ins Gespräch zu kommen.

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