Corona: Auswirkungen ab Dienstag im Kreisgebiet

Landkreis erklärt sich zur Hochinzidenz-Kommune

Grundschule am Wildfang in Gronau Leine
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Der Schulbesuch ist untersagt, ausgenommen sind unter anderem die Schuljahrgänge 1 bis 4. Derzeit sind aber ohnehin Osterferien.

Kreis – Die Kreisverwaltung informiert, dass sich die Zahl der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus im Landkreis Hildesheim in den vergangenen 14 Tagen deutlich erhöht hat. Laut Mitteilung überstieg am Donnerstag die Sieben-Tage-Inzidenz mit 104,4 erstmals wieder die Marke von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner pro Woche mit weiterhin steigender Tendenz. Mit dem am Sonnabend vom Landesgesundheitsamt gemeldeten Inzidenzwert von 109,5 überschreitet der Landkreis nun den dritten Tag in Folge die Zahl von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner pro Woche. „Sollte dieser Trend nicht gestoppt werden können, droht ein nicht mehr beherrschbares Ausbreitungsgeschehen“, heißt es in der Mitteilung. Am Sonntag lagt der Inzidenzwert bei 110,2.

Daher hat der Landkreis eine Allgemeinverfügung veröffentlicht, die ihn ab Dienstag zur Hochinzidenz-Kommune erklärt. Dies hat erneute Einschränkungen zur Folge, die nach der Niedersächsischen Corona-Verordnung schon galten. Der Landkreis teilt mit: „Vorauszuschicken ist, dass Verkaufsstellen für Güter und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs weiterhin geöffnet haben. Ebenso sind körpernahe Dienstleistungen (darunter auch Friseure) sowie der Außer-Haus-Verkauf der Gastronomie weiterhin erlaubt.“  Welche Einschränkungen gelten durch die Erklärung zur Hochinzidenz-Kommune? Kontaktbeschränkungen – Außerhalb der eigenen Wohnung sind jetzt wieder nur Kontakte zu den Personen des eigenen Hausstands und höchstens einer weiteren Person eines anderen Hausstands erlaubt. Gleiches gilt für private Zusammenkünfte und Feiern: auch hier ist unabhängig vom Ort die Teilnahme nur einer Person, die nicht dem eigenen Hausstand angehört, erlaubt. Sport – Sportliche Betätigungen sind nur noch zu zweit oder mit Personen des eigenen Hausstands zulässig; dies gilt auch für die sportliche Betätigung auf und in öffentlichen und privaten Sportanlagen. Die Sportausübung durch Kinder und Jugendliche in feststehenden Gruppen von bis zu 20 Personen ist wieder verboten. Kultur – Theater, Opernhäuser, Konzerthäuser, Kulturzentren, Museen, Ausstellungen, Galerien und ähnliche Einrichtungen bleiben für den Publikumsverkehr und Besuche ebenso geschlossen wie Kinos, Freizeitparks, Zoos, Tierparks und Angebote von Freizeitaktivitäten sowohl innerhalb als auch außerhalb von Gebäuden, etwa Indoor-Spielplätze, Kletterhallen und Kletterparks und ähnliche Einrichtungen. Bibliotheken und Büchereien dürfen hingegen geöffnet bleiben, wenn für sie ein den Vorschriften entsprechendes Hygienekonzept vorliegt.  Einzelhandel und Beherbergungsbetriebe – Der Einzelhandel muss seine Verkaufsräume wieder schließen und darf Waren nur auf Bestellung mit kontaktloser Übergabe außerhalb der Geschäftsräume abgeben. In Beherbergungsbetrieben ist die Nutzung von Speiseräumen und Speisesälen untersagt.  

Was ist für Familien mit Kindern besonders wichtig? Kindertageseinrichtungen und Kinderhorte müssen aufgrund der „Notbremse“ ab Dienstag wieder zur Notbetreuung zurückkehren. Auch für die Großtagespflege gilt ein nur eingeschränkter Betrieb. Hierzu informiert die Kreisverwaltung: „Der Schulbesuch ist untersagt, ausgenommen hiervon ist der Schulbesuch für schriftliche Arbeiten und Abschlussprüfungen. Ausgenommen hiervon sind ebenso die Schuljahrgänge 1 bis 4, die Förderschulen im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung und die Tagesbildungsstätten. Ebenfalls ausgenommen sind der 9. und 10. Schuljahrgang, soweit an der Schule in diesen Schuljahrgängen im Schuljahr 2020/2021 Abschlussprüfungen vorgesehen sind, und der Sekundarbereich II, soweit an der Schule in Lerngruppen dieser Schuljahrgänge im Schuljahr 2020/2021 Abschlussprüfungen vorgesehen sind.“ Für die Kindertagesbetreuung und den Schulbesuch hat der Landkreis Hildesheim ebenfalls eine spezielle Allgemeinverfügung veröffentlicht.  Eine tabellarische Übersicht der für eine Hochinzidenz-Kommune geltenden Regelungen ist hier zu finden: https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/vorschriften-der-landesregierung-185856.html
Wie lange gilt der Landkreis Hildesheim als Hochinzidenz-Kommune? Der Status kann erst beendet werden, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an sieben aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 Fälle je 100 000 Einwohner sinkt. Die Wiedereröffnung von Kindertageseinrichtungen und Kinderhorten und die Wiederaufnahme des Schulunterrichts für alle Schuljahrgänge sind bereits möglich, wenn der Inzidenzwert an drei aufeinanderfolgenden Tagen auf unter 100 Fälle sinkt. Die Kreisverwaltung betont: „In allen Fällen bedarf es hierzu einer neuerlichen öffentlichen Bekanntgabe des Landkreises.“  gre

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