htp äußert sich zum ÜWL-Angebot für das Despetal / Baubeginn in Brüggen für März vorgesehen / Bethelner werden aktiv

Neues Modell: „Verhandlungen laufen“

Der Blick auf Eitzum: Bald könnte das Despetal in den Genuss von schnellem Internet kommen. Das Überlandwerk ist bereit, die Leitungen zu bauen und diese dann dem Anbieter htp zu vermieten. Jetzt liegt es am Telekommunikationsanbieter. Foto: Mosig

GRONAU Gute Nachrichten für Brüggen: „Die Bauvorbereitung ist in Arbeit“, informiert Kathrin Mackensen, dass die Arbeiten für schnelles Internet in der Gemeinde bald beginnen. Die Pressesprecherin des Telekommunikationsanbieters htp geht davon aus, dass im März kommenden Jahres der Startschuss für die Tiefbauarbeiten fällt. Ist Brüggen nun beispielhaft für die anderen Orte der Samtgemeinde, in denen es ebenso massive Probleme mit der Internetversorgung gibt?

„Die Gemeinde ist an uns herangetreten“, erinnert die Pressesprecherin an den Prozess in Brüggen: Die Einwohner seien „sehr aktiv“ gewesen, haben Unterschriften gesammelt, lobt sie die Eigeninitiative im Ort. Derzeit liegen 211 Interessensbekundungen vor. Nach dem Ausbau in Brüggen, in den Anbieter htp 285 000 Euro investiert, kommen die Einwohner in den Genuss von Bandbreiten bis zu 50 Megabit pro Sekunde. Eine Geschwindigkeit, von der Bürger andernorts nur träumen können – etwa die Bethelner, die jetzt auch aktiv werden und eine große Unterschriftenaktion ins Leben rufen. Alle Haushalte sollen ein entsprechendes Schreiben erhalten, das bis 11. Januar bei Christoph Dommel, Über dem Nordbach 8, oder bei Jörg Fischer, Neue Straße 10, abgegeben werden kann.

„Wir bekommen täglich Anfragen aus Orten“, schildert Kathrin Mackensen, dass große Interesse an schnellem Internet. Jede Anfrage werde geprüft, ob ein Ausbau in den Investitionsplan passt. „In den vergangenen vier Jahren haben wir 25 Millionen Euro investiert“, betont die Pressesprecherin. 231 Ortsteile haben in diesen Jahren vom VDSL-Ausbau profitiert. „Wir machen dies zu 90 Prozent auf eigene Kosten“, teilt sie mit. Zum aktuellen Investitionsplan aber könne sie noch keine Details nennen. Zumindest aber die Einwohner im Despetal können Hoffnung schöpfen: Die dank einer Privatinitiative gesammelten über 300 Interessenbekundungen liegen dem Unternehmen mit Sitz in Hannover vor. „Das ist schon eine Hausnummer“, zeigt sich Kathrin Mackensen beeindruckt. Noch aber laufe die Prüfung, wie sie informiert.

Das neue Modell, das Samtgemeindebürgermeister Rainer Mertens ins Gespräch brachte, scheint möglich zu sein. Zumindest beschreibt es die Pressesprecherin als „gängiges Modell“ für das Unternehmen. Zur Erinnerung: Es hat Gespräche mit dem Überlandwerk Leinetal gegeben. Dieses würde die vorhandene Infrastruktur nutzen und Leitungen für schnelles Internet im Despetal schaffen, die htp wiederum mieten könnte. „Die Verhandlungen laufen“, sagt Kathrin Mackensen.

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