Bantelns Gemeinderat trifft am 18. Juni die Entscheidung / Zuschüsse im Rahmen des IEK

Neue Nutzung für den „Lindenhof“?

Laut des Interkommunalen Entwicklungs- und Handlungskonzeptes könnte die ehemalige Gaststätte zum Dorfgemeinschaftshaus umgewandelt werden und zugleich als Außenstelle der „Bürgerzentrale“ in Gronau dienen. Foto: Greber

BANTELN Eine große Entscheidung hat der Gemeinderat in Banteln zu treffen: Entweder das jetzige Dorfgemeinschaftshaus wird grundlegend saniert oder der leerstehende „Lindenhof“ wird zum dörflichen Treffpunkt umgewandelt. Das i-Tüpfelchen bei dieser Entscheidung liegt auf der Hand: Im Rahmen des Interkommunalen Entwicklungs- und Handlungskonzept (IEK), das in den kommenden Wochen allen politischen Gremien vorgelegt wird, kann die Gemeinde Banteln in den Genuss einer Zwei-Drittel-Förderung kommen.

Es ist längst kein Geheimnis mehr: Das derzeitige Dorfgemeinschaftshaus ist nicht mehr zeitgemäß. Viele Überlegungen hat es in der Vergangenheit bereits gegeben, die allerdings immer wieder verworfen werden mussten. Nun rückt ein neuer Vorschlag in greifbare Nähe: die Umnutzung des „Lindenhofs“, der nach über 200 Jahren im März dieses Jahres geschlossen wurde. Seitdem steht die Gaststätte leer, die seit jeher einen Mittelpunkt des Ortes darstellte. „Eine einmalige Chance, ein ortsbildprägendes Gebäude einer Nachnutzung zuzuführen und das Dorfgemeinschaftshaus dort einzurichten“ – so beschreibt es das IEK, in dessen Rahmen das Vorhaben umgesetzt werden könnte.

Die Gemeinde Banteln müsste das Gebäude zunächst ankaufen, später dann umbauen. 820 000 Euro soll dieser Umbau kosten. Dank der Städtebauförderung könnte die Gemeinde Banteln in den Genuss von Fördermitteln kommen. Der Umsetzungsbeginn soll bereits „kurzfristig“ erfolgen. Dies untermauert auch die im Rahmen des IEK aufgestellte Prioritätenliste: Das Vorhaben in Banteln ist weit oben aufgeführt – zunächst der Grunderwerb, später dann der eigentliche Umbau.

Im Zuge des „Lindenhof“-Umbaus ist dann vorgesehen, das jetzige Dorfgemeinschaftshaus abzureißen. „Der Standort an der Göttinger Straße bietet sich des Weiteren an, da er verkehrsgünstig in der Nähe des Bantelner Bahnhofes und der zentralen Bushaltestelle gelegen ist. Auch die Parkplatzsituation stellt sich hier deutlich besser als in der Ortsmitte dar“, heißt es im IEK. Nicht nur das Dorfgemeinschaftshaus soll im ehemaligen „Lindenhof“ eingerichtet werden. Auch eine Außenstelle der „Bürgerzentrale“ in Gronau, die ebenso aus dem Konzept stammt, wird den Planungen zufolge dort ihren Platz erhalten. „Dies sind Leistungen und Angebote einer Gesundheitsberatungsstelle, der Ehrenamts- und Tauschbörse sowie der Mobilitätszentrale“, beschreibt das IEK die Möglichkeiten, die in Banteln geschaffen werden könnten: Zudem sollen Informationen zu Gemeinschaftsräumen und Angeboten der Seniorenbetreuung, für die Jugend und für Sportvereine gebündelt vorgehalten werden. „Diese würden zentral aus Gronau und gegebenenfalls aus Duingen professionell unterstützt und vor Ort stationär, mobil, telefonisch, online und gegebenenfalls postalisch (Flyer) vermittelt. Des Weiteren ist das Andocken mobiler Dienste hier ebenso denkbar wie die Lagerung bestellter Waren und das Aufladen von E-Bikes etc.“, heißt es im Konzept.

Doch noch ist nichts entschieden: Es gibt nämlich noch eine zweite Variante. Denkbar wäre auch, das Dorfgemeinschaftshaus für 697 000 Euro zu sanieren. Eine Entscheidung wird der Rat der Gemeinde Banteln im Rahmen seiner Sitzung am Donnerstag, 18. Juni, treffen. Vor der Ratssitzung gibt es eine Bürgerfragestunde, die um 18.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus beginnt. Daran schließt sich um 19 Uhr die Ratssitzung an.

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