Iva Grubisic ist seit fast einem Jahr im Gronauer Jugendzentrum: „Ich fühle mich hier sehr wohl“

Neue Handschrift durch Teamwechsel

Wohlfühlatmosphäre in der Jugendbegegnungsstätte: Iva Grubisic, Sabrina Moyzeschewitz und Linda Drescher (von links) sind die Ansprechpartner im Juz. Foto: Klein

Gronau „Mir geht es gut“, lächelt Iva Grubisic: „Ich fühle mich hier sehr wohl“, zieht die Gronauer Jugendpflegerin nach fast einem Jahr eine überaus positive Bilanz. Das Jugendzentrum hat sich verändert: „Mit dem Teamwechsel ist auch eine neue Handschrift eingezogen“, sagt Iva Grubisic, die mit Sabrina Moyzeschewitz und „Bufdine“ Linda Drescher ein verlässliches Team hinter sich hat.

Regjina Palokaj, die zweite hauptamtliche Kraft, ist derzeit im Mutterschutz. Im kommenden Jahr wird sie ins Juz zurückkehren. „Das Team unterstützt mich sehr“, sagt Iva Grubisic, die zudem auf eine Vielzahl an Honorarkräften und Jugendgruppenleitern zurückgreifen kann. Schwerpunkt in der Jugendbegegnungsstätte ist die „Offene-Tür-Arbeit“, wie Iva Grubisic herausstellt: „Das ist unser Dreh- und Angelpunkt. Daraus entwickelt sich einfach alles“, informiert sie. Kinder und Jugendliche bräuchten klare Strukturen und feste Ansprechpartner. Daher gibt es im Jugendzentrum etwa Tage nur für Mädchen sowie Kindernachmittage, und auch ein Angebot speziell für Jungen soll im kommenden Jahr etabliert werden. „Es ist für uns ganz wichtig, hier im Haus für die Jugendlichen präsent zu sein“, betont die Diplom-Sozialpädagogin und Sozialarbeiterin.

Bei aller Struktur aber sollen die Jugendlichen auch Freiräume erhalten. „Das ist für ihre Identitätsbildung wichtig“, sagt Iva Grubisic. Daher hat das Team spezielle Projekte entwickelt, die an das eigenverantwortliche Arbeiten wie beim Minigolf-Projekt anknüpfen sollen. Eine Theken- sowie eine DJ-Arbeitsgemeinschaft sollen ins Leben gerufen werden, in der sich Interessierte ab zwölf Jahren einbringen können. Angeleitet werden die Neulinge von erfahrenen Jugendgruppenleitern, speziell auch, was die Technik des DJ-Pults anbelangt. „Wir wollen eine beständige Gruppe an Jugendlichen haben, die sich einbringen“, beschreibt Iva Grubisic die Intention dahinter.

Zudem sollen auch Projekte verknüpft werden: So soll beispielsweise im Frühjahr und Sommer das Außengelände des JUZ stärker genutzt werden. „Die Jugendlichen könnten den Basketballbereich mit Sand aufschütten und eine Beachparty anbieten“, äußert die Jugendpflegerin eine Idee. Die Theken-AG könnte schließlich mit dem Verkauf von Getränken unterstützen. Auch sei denkbar, ein Gemüsebeet anzupflanzen, um das Kochangebot „Soul Kitchen“ von Linda Drescher zu bereichern. Den Gedankenspielen sind kaum Grenzen gesetzt.

Eine Vernetzung sei grundsätzlich wichtig, nicht nur im eigenen Haus. So gibt es beispielsweise einen Kooperation mit der Kooperativen Gesamtschule, um auch dort die Jugendarbeit „anzudocken“. Des Weiteren ist das Jugendzentrum Teil des „Netzwerks Kinder- und Jugendarbeit“. Längst sind auch zur Nachbarkommune Duingen Kontakte geknüpft worden. „Wir müssen uns einfach vernetzen“, sagt Iva Grubisic, die vor dem Hintergrund der Fusion auf das Konzept der Jugendpflege blickt. Das aus dem Jahr 2007 stammende Papier wird sie nach und nach überarbeiten – das Ergebnis ist schließlich ein Konzept der Jugendpflege für die Samtgemeinde Leinebergland. „Wir müssen einfach aufzeigen, welche Möglichkeiten es gibt“, informiert sie.

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