Musikzug Brüggen blickt auf ein ereignisreiches und turbulentes Jahr 2015 zurück / Neuer Dirigent gesucht

Nachwuchsförderung weiter im Blick

Die Mitglieder des Musikzugs Brüggen um den Vorsitzenden Henry Glenewinkel (von links), Michaela Herrmann (Schriftführerin), Karl-Heinz Palland (Ehrenmitglied), Rainer Kaufel (Finanzen) und Ditmar Kaufel (2. Vorsitzender) blicken dem Jahr 2016 positiv entgegen. Foto: Hoffmann

BRÜGGEN Um auf das Jahr 2015 zurückzublicken, nahmen 22 Mitglieder und Förderer des Musikzugs Brüggen an der Jahreshauptversammlung in der Alten Schule teil.

„Das Jahr 2015 war für uns alle eine gewaltige Herausforderung. Wir hatten aufgrund des Konzerts im Frühjahr viel zu tun, das war für alle sehr aufregend. Schließlich bekamen wir viel Zuspruch für ein sehr gutes Konzert bei Wendt im Saal. Ich möchte nochmal besonders betonen, dass wir dies ganz aus eigener Kraft und ohne die Beteiligung externer Musiker geschafft haben“, lobte Vorsitzender Henry Glenewinkel die Musiker.

Der Musikzug hatte im vergangenen Jahr aber auch mit Austritten zu kämpfen. Einige Mitglieder konnten aus gesundheitlichen oder berufsbedingten Gründen nicht weitermachen und aufgrund von Unstimmigkeiten und Diskussionen verlor der Musikzug Brüggen auch seine Schriftführerin Heike Schirdewahn und seinen Dirigenten Burkhard Schirdewahn. „Wir hatten mit den Verlusten einiger qualifizierter Musiker zu kämpfen. Das war eine turbulente Zeit. So mussten wir uns erst einmal selbstfinden und brauchten dazu viel Motivation. Trotz alledem haben wir aber immer wieder zusammengefunden. Wenn man jetzt sieht, was wir im letzten Jahr trotzdem abgeliefert haben, ziehe ich meinen Hut vor Euch allen“, so Glenewinkel. Besonders wichtig für das Fortbestehen des Musikzugs ist die regelmäßige Teilnahme an den Zusammenkünften. „Wir hatten in diesem Jahr insgesamt 65 Zusammenkünfte, darunter waren 42 Probeabende, 17 Auftritte und vier Ständchen. Leider nehmen die Ständchen mehr und mehr ab, obwohl es eigentlich immer schön ist, jemanden damit zu beglücken. Unser Anwesenheitssieger im Jahr 2015 ist Fabian Kaufel. Er hat 57 Mal an unseren Treffen teilgenommen“, berichtete Michaela Herrmann, neue Schriftführerin des Musikzugs. Nachdem Heike Schirdewahn im vergangenen Jahr ihr Amt als Schriftführerin auf eigenen Wunsch niederlegt hatte, übernahm Michaela Herrmann das Amt und wurde anlässlich der Jahreshauptversammlung auch noch einmal offiziell als Schriftführerin einstimmig bestätigt.

Drei Talente

Ein Schwerpunkt war im vergangenen Jahr vor allem die Nachwuchsförderung. Bereits 2014 entschied der Musikzug, dass man sich mehr um den Nachwuchs kümmern müsse und der Förderverein wurde gegründet. „Wir haben externe musikalische Ausbilder verpflichtet und konnten bereits drei musikalische Talente ausfindig machen. Wichtig ist, dass wir die jungen Leute miteinbeziehen. Das hat schon in den letzten zwei Monaten wunderbar geklappt. Die jungen Musiker nehmen an den Übungsabenden teil und haben uns bei den Auftritten im Alfelder Seniorenheim und beim Kirchenkonzert unterstützt. Die Nachwuchsförderung soll weiter ausgebaut werden. Neben einem Profi für die Trompete, brauchen wir auch noch einen für Saxophon und Querflöte. Wir versuchen aber auch, mit den Eltern in Kontakt zu bleiben, um möglichst erfolgreich zu arbeiten. Es wäre schade, wenn der Nachwuchs einfach nicht mehr kommen würde, weil ihm etwas nicht gefällt“, so Glenewinkel. Zum Jahresabschluss hat sich auch der Weihnachtsmarkt für den Musikzug gelohnt. So konnte man bei tollem Wetter zeigen, dass es den Musikzug im Dorf noch gibt.

Erstes Ehrenmitglied

Ein besonderer Punkt der Jahreshauptversammlung war die Abstimmung über das erste Ehrenmitglied des Musikzugs. Karl-Heinz Palland hatte insgesamt 65 Jahre im Musikzug gewirkt und wurde nun zum Ehrenmitglied ernannt. Bevor sich die Mitglieder stärkten, richtete Ortsbrandmeister Hans-Georg Hollstein seine Grußworte an die Musiker: „Ich bedanke mich dafür, was der Musikzug 2015 trotz aller Turbulenzen geleistet hat. Ich kann mir vorstellen, dass einige Musikzüge dem nicht standgehalten hätten. Das spricht für Euch. Besonders loben möchte ich auch, dass die Zukunft für den Nachwuchs gesichert ist. Ich wünsche Euch ein erfolgreiches Jahr 2016.“ Für dieses hat der Musikzug viel vor: „Wir wollen einen neuen musikalischen Leiter finden. Aufgrund der hohen Qualität des Musikzugs sind wir hier aber zuversichtlich“, so Glenewinkel.

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