Krumfuß: „Musikzug ist ein schönes Mosaiksteinchen auf der Visitenkarte des Ortes“ / Geburtstagskonzert

Musikalisches Feuerwerk in Brüggen

Der Musikzug gibt ein weltliches Konzert im Brüggener Gotteshaus.

BRÜGGEN Die Premiere ist geglückt: Zwar ist der Feuerwehr-Musikzug Brüggen in der örtlichen Kirche mehrmals im Jahr zu hören, doch ein weltliches Konzert des Orchesters hat es in diesem Gotteshaus noch nicht gegeben. Anlässlich des 85-jährigen Bestehens hatte der Musikzug eingeladen und viele Musikfreunde aus Brüggen und Umgebung wollten sich das Geburstagskonzert mit anschließender Feier nicht entgehen lassen.

Musikzugführer Henry Glenewinkel hob hervor, dass damals wie heute Gemeinsamkeit und Musizieren an erster Stelle standen und stehen: „Doch heute haben wir ein weitaus größeres Repertoire. Wir haben uns musikalisch immer weiterentwickelt und haben gemeinsam unglaublich viel erlebt.“ Er betonte, dass es wichtig ist, immer nach vorne zu schauen. Glenewinkel richtete seinen besonderen Dank an Burkhard Schirdewahn, der das Orchester seit 28 Jahren dirigiert: „Du hast uns zu dem gemacht, was wir heute sind. Wir sind stolz darauf, mit zu den besten Musikzügen in der Region zu gehören.“

Die Qualität des Orchesters wird auch in der Heide geschätzt. Seit über 20 Jahren begleiten die Brüggener das Schützenfest in Wietzenbruch bei Celle zusammen mit dem dortigen Spielmannszug. „Ihr seid nicht nur gute Musikanten sondern auch gute Freunde. Mit Euch macht es einfach Freude zu musizieren“, sagte der Leiter des Spielmannszuges.

Lobende Worte

Alle Redner waren an diesem Abend voll des Lobes. „Ihr seid weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt. Macht weiter so“, sagte beispielsweise Bürgermeister Eduard Plachta. CDU-Landtagsabgeordneter Klaus Krumfuß schloss sich an: „Der Musikzug ist ein schönes Mosaiksteinchen auf der Visitenkarte des Ortes.“ Er wünschte dem Orchester reichlich musikalischen Nachwuchs und lud die Musiker zu einem Besuch des Niedersächsischen Landtages ein. Der stellvertretende Ortsbrandmeister Matthias Mundt lobte das Engagement und die Kreativität des Musikzuges und nannte als Beispiel: „Euer alljährlicher Weihnachtsmarkt ist einfach toll.“ Er überreichte Henry Glenewinkel einen Gutschein für einen Satz Noten.

Der Gemischte Chor Brüggen bedankte sich insbesondere für das traditionelle Maiwecken am 1. Mai mit einem Ständchen – hierzu wurde der Dank zur Melodie des Mailiedes gesungen. Das Orchester brannte an diesem Abend ein musikalisches Feuerwerk ab: satte Bässe, strahlende Posaunen, schmetternde Trompeten, zarte Flöten... Der tosende Applaus des Publikums würdigte die Leistungen des Musikzuges. Burkhard Schirdewahn spannte mit seiner Musikauswahl gelungen den Bogen. Vom „Einzug der Gäste“ von Richard Wagner, über das Musical „Cats“ von Andrew Lloyd Webber bis hin zur Polka und zum Marsch. Sarah Tisemann legte bei „Amazing Grace“ ihre Klarinette beiseite und stellte ihr gesangliches Können unter Beweis.

Zum Schluss des Konzertes richtete Burkhard Schirdewahn mahnende Worte an das Publikum. „Ich hoffe, dass es noch lange so weitergeht. Die Bevölkerung geht zurück und es wird immer schwieriger, ein Reservoir an Nachwuchsmusikern zu finden, aus dem wir schöpfen können.“

Beisammensein

Mit dem „Deutschmeister Regimentsmarsch“ beendete der Musikzug sein Konzert, so dass Zuhörer und Musiker bei einem geselligen Beisammensein an der Dorfkirche die Gelegenheit hatten, bei Getränken und Leckereien vom Grill den 85. Geburtstag gebührend zu feiern, zu klönen und gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen.

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