SPD-Vorsitzende Manuela Wernecke hat in den nächsten Jahren viel vor

„Müssen zu einer Einheit werden“

Manuela Wernecke möchte im April wieder zur SPD-Samtgemeindeverbandsvorsitzenden gewählt werden. „Bisher habe ich wenig Haue gekriegt“, sagt die Berlinerin schmunzelnd. Foto: Mosig

GRONAU Am 17. April wählt der SPD-Samtgemeindeverband einen neuen Vorstand. Und geht es nach der Vorsitzenden Manuela Wernecke, würde sie ihr Amt gerne noch viele Jahre behalten.

„Ich denke, ich mache meine Arbeit gut. Zumindest kriege ich wenig Haue“, sagt die Wahl-Eimerin in ihrer typischen Berliner Art. Sie versteht sich als diejenige, bei der die Fäden in einer spannenden Zeit zusammenlaufen. Gerade auf Samtgemeindebene stehen viele Veränderungen an. Alle Ortsvereine werden sich fusionsbedingt zusammenschließen beziehungsweise enger zusammenrücken. „Das birgt auch Chancen. In manchen Vereinen werden Vorstandssitzungen unter vier Augen beim Bier durchgeführt, in Wahlkämpfen findet sich mancherorts kaum jemand, der Plakate klebt. In einem größeren Gebilde wird man sich mehr unter die Arme greifen können und müssen“, so Wernecke, die betont: „In Zeiten des demografischen Wandels werden weder die SPD noch ganze Ortschaften geschlossen.“

Auch, wenn in diesem Jahr kein Wahlkampf ansteht, sind die Augen bereits auf die Kommunalwahl 2016 gerichtet. „Wir müssen Kandidaten finden, und wir sind dabei, uns mit den Duinger Genossen zu vernetzen“, sagt die Sozialdemokratin. Die Duinger durften bereits an Vorstandssitzungen teilnehmen, und ebenfalls strebt sie, unabhängig von Fusionen, einen stärkeren Austausch mit den Elzer Parteifreunden an: „Wir müssen als SPD zu einer Einheit, zu einer Mannschaft werden. Warum nicht gemeinsam Feste organisieren, auch über die Kommunengrenzen hinaus?!“ Von Elze könne man besonders auf Juso-Ebene etwas lernen. Zwar gibt es in der Samtgemeinde drei Aktive, die euphorisch sind, doch man müsse sehen, was möglich ist: „Ein Fest für alle Jugendlichen der Region wäre ein toller Erfolg.“

Wernecke, die vor zwei Jahren, wie sie es formuliert, „ins kalte Wasser geworfen wurde“, hat auch darüber hinaus noch viel vor. Das Ratskellerfest soll nicht mehr ein Bratwurst-, sondern ein Matjesfest werden. Außerdem will sie den Kontakt zu den Christdemokraten suchen, da „vor Ort, gerade hier in Eime, vieles parteiübergreifend um die Sache geht. Warum soll das nicht auch bei den Samtgemeindeverbänden funktionieren?“

Neues kennenlernen – das wird gerade mit Blick auf die Fusion nötig. Duingen scheint bisher unbekannt, dabei müsse man sich um eine gemeinsame Liste für den „Samtgemeinderat Leinebergland“ kümmern und auch bei der Frage nach einem Verwaltungschef mit einer Stimme sprechen.

Sie selbst investiert pro Woche etwa 15 bis 20 Stunden Arbeit in die SPD, versucht, Jahreshauptversammlungen zu besuchen, nimmt an Wanderungen teil und hält den Kontakt zum Unterbezirk: „Sicherlich gibt es auch manchmal Kritik. Das bringt mich weiter.“ Man darf ihr klare Worte sagen: „Wichtig ist mir nur, dass wir nach außen mit einer Stimme sprechen.“ Ob ihre Arbeit wahrgenommen wird, wird sie auch im Herbst 2016 sehen, denn sie liebäugelt mit einer Kandidatur für den Rat des Flecken Eime: „Beim letzten Mal war ich noch neu und mit 18 Kreuzen chancenlos. Immerhin sechs Kreuze habe ich aber wieder sicher: Meine drei und die von meinem Mann“, sagt sie lachend. Ein paar mehr dürften es wohl werden.

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