„Haupt Pharma“ unterstützt Aktion „Gemeinsam gegen Leukämie“ der Knochenmarkspenderdatei

91 Mitarbeiter geben Probe ab

Ortrud Jessen und Angela Heidenreich haben bei der Aktion von 91 Mitarbeitern Speichelproben genommen und sie über das Verfahren informiert. Foto: Hüsing

GRONAU In Deutschland erkranken jährlich bis zu 12 000 Menschen an der lebensbedrohlichen Krankheit Leukämie, davon sind viele auf eine Knochenmarkspende angewiesen. Leider gibt es zu wenig Spender mit passenden Stammzellen. Der pharmazeutische Auftragsentwickler und Hersteller „Haupt Pharma“ unterstützt deshalb anlässlich seines 75-jährigen Bestehens an seinen deutschen Standorten die Aktion „Gemeinsam gegen Leukämie“ der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei).

Es haben sich 27,4 Prozent der Belegschaft am Standort in Gronau zu der so genannten Betriebstypisierung angemeldet. „Wir freuen uns über die gute Beteiligung“, sind sich Angela Heidenreich und Ortrud Jessen einig. Die Personalreferentin und die stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrats haben die Typisierung am Standort Gronau organisiert. An vier Tagen konnten sich die Mitarbeiter über die Typisierung sowie einen eventuellen Eingriff zur Knochenmarkspende informieren. „Es haben sich 91 Personen von 332 Mitarbeitern typisieren lassen“, freut sich Angela Heidenreich. Während sie die Formulare ausgefüllt hat, hat Ortrud Jessen von den Freiwilligen mit einem Wattestäbchen Speichelproben aus dem Mundraum entnommen.

„Die Resonanz im Werk war sehr positiv. Viele Mitarbeiter haben sich über die Möglichkeit, sich auf Kosten der Firma typisieren zu lassen, gefreut“, berichtet Angela Heidenreich. Hierbei haben die Mitarbeiter auf Nachfrage auch erfahren, dass die Entnahme des Knochenmarks inzwischen keine aufwendige Operation mehr darstellt. „Aus dem Hüftknochen wird Knochenmark entnommen, und es soll ein Schmerz wie bei einem blauen Fleck nach der OP zu spüren sein“, informiert Ortrud Jessen. Sie selbst ist seit über 20 Jahren in der Spenderdatei: „Ich bin schon zweimal in die engere Auswahl gekommen, dann wurden jedoch genetisch noch besser passende Spender gefunden.“

Für die Spende gibt es einige Ausschlusskriterien. So dürfen die Spender nicht älter als 55 Jahre sein: „Mit meinen 57 Jahren bin ich leider aus dem Raster gefallen“, sagt Angela Heidenreich, die es freut, dass der „Haupt Pharma“-Konzern die Aktion „Gemeinsam gegen Leukämie“ der Deutschen Knochenmarkspenderdatei unterstützt.

Als gemeinnützige Gesellschaft ist die DKMS auf Spenden sowie den Einsatz Freiwilliger angewiesen. „Haupt Pharma“ übernahm neben der Organisation der Aktion auch die Kosten der Typisierung in Höhe von 50 Euro pro Teilnehmer. „Mit der Aktion möchten wir als Konzern einen Teil der gesellschaftlichen Verantwortung für diese Patienten übernehmen und auf die Bedeutung der Knochenmarkspende aufmerksam machen. Zudem freuen sich unsere Mitarbeiter über die Möglichkeit, sich am Arbeitsplatz sozial zu engagieren und dabei eine Chance auf Leben zu geben“, erklärt Herr Rohleder, Chief Financial Officer der „Haupt Pharma AG“. An allen fünf Standorten haben sich insgesamt 317 Mitarbeiter typisieren lassen, weitere sind bereits seit Jahren in der Deutschen Knochenmarkspenderdatei eingetragen.

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