Parteiloser Kandidat tritt für die CDU zur Bürgermeisterwahl der Samtgemeinde Leinebergland an

„Mit Wedekind kommt frischer Wind“

34 Mitglieder der CDU aus Gronau und Duingen wählen Lars Wedekind (rechts) zu ihrem Kandidaten. Erster Gratulant ist Kreischef Christian Berndt, der Landrat werden möchte, und bei der Übergabe der obligatorischen Blumen witzelte: „Ich sage hiermit eine kulante Wahlaufsicht zu.“ Fotos: Mosig

GRONAU / DUINGEN J Lars Wedekind geht im Leinebergland für die CDU als Samtgemeindebürgermeisterkandidat ins Rennen. Die Mitglieder der Verbände aus Gronau und Duingen wählten den 40-Jährigen, der als einziger Kandidat zur Urwahl antrat, mit 31 Ja-Stimmen bei drei Enthaltungen.

Unter dem Titel „Wer ist Lars Wedekind?“ stellte er sich den Christdemokraten vor und geizte nicht mit sportlichen Begrifflichkeiten, ist er doch vor allem als Trainer des TSV Deinsen bekannt, dem er seit 20 Jahren angehört: „Ich kann mich schützend vor meine Mannschaft stellen, kann sie führen und schnüre mir auch selbst die Stiefel, wenn es nötig ist.“

Der gebürtige Alfelder, der seit 14 Jahren in Gronau lebt, verheiratet und Vater eines neunjährigen Sohns ist, beschrieb sich als Langstreckenläufer und verwies auf seine 24-jährige Erfahrung im Landkreis Hildesheim, wo er unter anderem für den Fuhrpark zuständig ist. „Auch für das Fahrzeug des Landrats“, sagte er schmunzelnd zu CDU-Kreisverbandschef Christian Berndt, der für dieses Amt kandidiert, und erntete Lacher sowie die Aussage: „Bürgermeister ist aber der bessere Job.“

Wedekind engagiert sich im Elternrat der KGS und ist Mitglied des Runden Tischs Asyl Gronau. Er sagte, dass er als Verwaltungschef Moderator sein möchte: „Entscheidungen müssen mit den Bürgern gemeinsam getroffen werden.“ Ganz der Trainer, möchte er „ein neues Team aufstellen“ und fasste seine Ziele unter dem Begriff „Standortmarketing“ zusammen, unter den von neuem Wir-Gefühl einer neuen Samtgemeinde bis hin zu Baulandpreisen und demografischer Wandel nahezu alles passt.

Einen Seitenhieb auf Amtsinhaber Rainer Mertens konnte er sich am Ende nicht verkneifen: „Eine One-Man-Show wie bisher wird es bei mir nicht geben.“ Applaus brandete auf, als er seine Vorstellung mit folgenden Worten schloss: „Mit Wedekind kommt frischer Wind.“ Christian Berndt sprach abschließend nach Wedekinds Wahl von einer „guten, demokratischen Entscheidung“ und endete mit dem Appell, dass möglichst viele Menschen am 11. September von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen sollten. Dabei verwies er auf die Beteiligung bei der Kommunalwahl 2011: Damals lag sie bei 53 Prozent. J flo

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