Angehende Landwirte stellen sich in Banteln praktischer Prüfung

Landwirt: Ein vielseitiges Berufsbild

Bei ihrer praktischen Prüfung ermitteln die Prüflinge unter anderem den Düngebedarf und überprüfen mit der Bodensonde die Verdichtung des Bodens.
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Bei ihrer praktischen Prüfung ermitteln die Prüflinge unter anderem den Düngebedarf und überprüfen mit der Bodensonde die Verdichtung des Bodens.

Banteln – Auf dem Weg zum Landwirt müssen die Auszubildenen am Ende ihrer Ausbildungszeit ihr berufliches Können unter Beweis stellen. Die Prüfung dient dazu, die berufliche Handlungsfähigkeit festzustellen. Für die betriebliche Prüfung stellte Friedrich Block-Grupe seinen Hof der Landwirtschaftskammer zur Verfügung. 24 Prüflinge stellten sich den Aufgaben – über mehrere Tage verteilt. Dabei waren sechs Prüfer vor Ort, darunter zwei aus der Gruppe der Arbeitgeber, zwei aus der Gruppe der Arbeitnehmer und zwei Lehrer. Die Abschlussprüfung zum Landwirt umfasst drei verschiedene Gebiete. Auf dem Hof in Banteln wurde die „Pflanzenproduktion“ geprüft. „Aufgabe ist es zum Beispiel, den Winterweizen-Bestand zu beurteilen. Die Prüflinge müssen ableiten, welche weiteren Maßnahmen notwendig sind und was noch erforderlich ist“, erklärte Hans-Dieter Dammann von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Beurteilt wurde auch das Zuckerrüben-Feld. Dabei wurden die Pflanzen auf Schädlinge wie Blattläuse überprüft, und anschließend wurde anhand der Schlagkartei entschieden, ob noch nachgedüngt werden muss. „Jeder Betrieb muss eine Düngebedarfsermittlung machen. Danach richtet sich, wieviel Dünger maximal aufgebracht werden darf“, so Hans-Dieter Dammann. Weiterhin wurde die Verdichtung im Boden festgestellt. „In der praktischen Aufgabe führen die Auszubildenen auch eine Arbeitsplanung durch. Außerdem kontrollieren sie die Spritze zum Beispiel auf Druck“, so Dammann. 
Nun steht für die angehenden Landwirte die schriftliche Prüfung an, und im Juli folgt der nächste betriebliche Teil – mit der Tierproduktion. Diese umfasst die Tierbeurteilung bei der Milchviehhaltung. „Die Prüflinge beurteilen, wie die Tiere eingestuft werden und inwiefern sie für die Zucht eingesetzt werden. Auch die richtige Fütterung ist Teil der Prüfung. Bei der Sauenhaltung ist es ähnlich. Es geht darum, unter Beweis zu stellen, was im Betrieb alltäglich ist“, so Hans-Dieter Dammann.  

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