Dunser Feuerwehr muss im Laufe des Jahres eine Entscheidung für die Zukunft treffen / Derzeit 17 Aktive

Kritische Anzahl an Aktiven erreicht

Das Kommando (v.l.): Ortsbrandmeister Frank Meier, Schriftführerin Susanne Raupach, Gefahrgut-Gruppenführer Markus Ritter und Vertreter Thomas Schwanitz, Atemschutzgerätewart und Sicherheitsbeauftragter Hans-Joachim Sohns und Gerätewart Thomas Wockenfuß. Fotos: Siewert

Dunsen Die Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Dunsen stand unter keinem guten Stern. Die ständig abnehmende Zahl aktiver „Blauröcke“ könnte im nächsten Jahr das Aus für die Selbstständigkeit bedeuten. Ortsbrandmeister Frank Meier schilderte die derzeitige Situation und teilte den anwesenden Kameraden mit, dass aktuell nur noch 17 aktive Feuerwehrleute in den Reihen der Dunser Wehr stehen und dass sich ab April die Zahl sogar noch um eine Kraft verringert, da Rudi Dreyer altersbedingt ausscheiden wird.

Zudem sind in den Reihen der verbleibenden 16 Kameraden einige, die nicht mehr am aktiven Feuerwehrdienst teilnehmen. Dies zeigte sich bei Einsätzen und beim Übungsdienst und konnte nur dank der Mithilfe aus der Altersabteilung kompensiert werden. Die Amtszeiten von Ortsbrandmeister und Vertreter laufen im nächsten Jahr aus. Für eine Neuwahl reicht dann allerdings nicht mehr die benötigte Mindeststärke von 20 Kameraden (kurzfristig 18). Ob die Ortswehr Dunsen die „Pforten“ für immer schließen wird, liegt bei den aktiven Mitgliedern.

Meier zeigte anhand von Beispielen, wie es zukünftig weitergehen könnte. Die Feuerwehr Dunsen schließt sich als Löschgruppe entweder der Feuerwehr Eime oder Deilmissen an, würde dann einen Gruppenführer nebst Stellvertreter einbringen und unterstünde dem Kommando der jeweiligen Wehr. Fahrzeug und Ausrüstung würden in Dunsen bleiben und auch die Kameradschafts- und Übungsabende könnten weiterhin in Dunsen stattfinden. Eine weitere, kaum anzunehmende Möglichkeit würde entstehen, wenn durch neue Mitglieder die benötigte Mindeststärke längerfristig zu erreichen wäre. Die letzte und wohl schlechteste Wahl würden die „Blauröcke“ aus Dunsen treffen, wenn sie sich geschlossen oder auch aufgeteilt einer anderen Wehr anschließen würden, dann könnte das Feuerwehrgerätehaus in Dunsen zum Verkauf angeboten werden. Die Mitglieder haben die Möglichkeit, sich im Laufe des Jahres zu äußern, um dann zu entscheiden, wie es weitergehen soll.

In seinem Rechenschaftsbericht resümierte Frank Meier das abgelaufene Jahr und stellte fest, dass sich Frauen und Männer der Feuerwehr Dunsen bestens auf eventuell eintretende Notsituationen vorbereitet hatten. Sechs Einsätze absolvierten die Dunser Blauröcke, vom Wohnhausbrand durch Blitzschlag über den Keller- und Schornsteinbrand bis hin zum Strauchschnittbrand und dem Abstreuen von Ölspuren. Erfreut teilte der Ortsbrandmeister mit, dass die digitalen Funkgeräte endlich eingetroffen seien und die Kameraden im November eingewiesen wurden. Die Qualität der Geräte wurde gelobt.

Auch in puncto Atemschutzgeräte hat sich dank des Atemschutzverbundes der Kommunen im Landkreis Hildesheim Erfreuliches getan. Zwei nagelneue Geräte der Firma Dräger erleichtern bei weitem die Arbeit der Geräteträger. Nicht nur das geringere Gewicht gegenüber der alten Baureihe, auch die Überdrucktechnik verhindert, dass Atemgifte durch undichte Stellen an der Maske eindringen können. Zudem haben die Masken ein weitaus größeres Sichtfeld und können nach Gebrauch getauscht werden. Augenblicklich verfügt die Dunser Wehr über vier Atemschutzträger. Im Laufe des Jahres wird Thomas Wockenfuß die Prüfung zum Atemschutzgeräteträger ablegen und damit das Kontingent erhöhen.

Dunsens erster „Blaurock“ berichtete weiterhin über diverse Veranstaltungen der Wehr, aus der zweifelsohne der „Tag der Feuerwehren“ in Gronau herausragte. Hier wurde mit Erfolg eindrucksvoll Werbung für das Löschwesen betrieben. Markus Ritter (Gefahrguttrupp) und Hans-Joachim Sohns (Atemschutzbericht) komplettierten den Überblick über das Jahr 2015.

Das Ortskommando (außer Ortsbrandmeister und Vertreter) setzt sich nach den Wahlen wie folgt zusammen: Gruppenführer Gefahrgut: Markus Ritter, Vertreter: Thomas Schwanitz, Gerätewart: Thomas Wockenfuß, Atemschutzgerätewart: Hans-Joachim Sohns, Schriftführerin: Susanne Raupach, Kassenwart: Siegfried Baumgardt, Sicherheitsbeauftragter: Hans-Joachim Sohns.

Für 50-jährigen aktiven Dienst in der Feuerwehr wurde Hartmut Dreyer mit Urkunde und Kreisfeuerwehrverbandsnadel ausgezeichnet. Hans-Joachim Sohns wurde darüber hinaus zum Hauptlöschmeister befördert.

Grußworte an die Versammlung richteten Samtgemeindebürgermeister Rainer Mertens, der stellvertretende Bürgermeister des Flecken Eime, Volker Senftleben, und Gemeindebrandmeister Frank Kirchner. Ihr Dank und ihre Anerkennung galt den Frauen und Männern der Ortswehr Dunsen für die geleistete Arbeit.

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