Ordnungsamtsleiterin Stephanie Klages: „Wir haben dies nicht initiiert, sondern sind lediglich die ausführende Behörde“

„Knöllchen“ werden fünf Euro teurer

Auch in der Leinestadt wird der ruhende Straßenverkehr regelmäßig überwacht.

GRONAU Zum 1. April wurde der Bußgeldkatalog neu gefasst. Parksünder müssen demnach künftig tiefer ins Portemonnaie greifen, um fünf Euro werden die Verwarngelder jeweils erhöht. „Wir haben dies nicht initiiert, sondern sind lediglich die ausführende Behörde“, kommentiert Ordnungsamtsleiterin Stephanie Klages die Erhöhung der Bußgelder.

Wie die Samtgemeinde-Verwaltung gestern informierte, liegt der bundeseinheitliche Tatbestandkatalog – im Volksmund besser bekannt als Bußgeldkatalog – nun vor. Demnach wird es besonders für Falschparker spürbar teurer. Diese Erhöhung der Verwarngelder aber diene keineswegs dazu, mehr Geld in die Stadtkasse zu spülen. Vielmehr handelt es sich hier um den bundeseinheitlichen Katalog, der neu gefasst wurde. „Da sind den kleinen Kommunen die Hände gebunden“, betont Stephanie Klages.

Wer sein Fahrzeug nun unerlaubt auf dem Gehweg abstellt, zahlt nach neuer Regelung ein Verwarngeld in Höhe von 20 Euro statt zuvor 15 Euro. Wer zudem noch für eine Behinderung sorgt, hat künftig mit einer 30-Euro-Verwarnung zu rechnen. Der gleiche Satz gilt für eine Parkdauer von mehr als einer Stunde. Wer noch dazu behindert, zahlt wie zuvor auch 35 Euro. Unberührt von der Neuregelung bleibt das unerlaubte Halten auf Gehwegen, das weiterhin mit 10 Euro geahndet wird. Liegt eine Behinderung vor, zahlt der Verursacher auch nach neuer Regelung 15 Euro.

Verkehrsteilnehmer, die in der Leinestadt ihr Fahrzeug abstellen, sollten weiterhin daran denken, ihre Parkscheibe gut sichtbar ins Auto zu legen. Und die vorgeschriebene Parkdauer sollte stets im Hinterkopf behalten werden, sonst nämlich wird"s teuer: Wer die Parkzeit um bis zu 30 Minuten überschreitet, wird zur Kasse gebeten – zuvor mit 5 Euro und nach neuem Bußgeldkatalog mit 10 Euro. Bei mehr als 30 Minuten steigt das Verwarngeld bereits auf 15 Euro, fünf Euro mehr als zuvor. In Fünfer-Schritten geht es weiter: Ab sofort werden bei einer Überschreitung der vorgeschriebenen Parkdauer um mehr als eine Stunde 20 Euro, bei mehr als zwei Stunden 25 Euro, fällig. Wer die Zeit über drei Stunden überzieht, muss statt zuvor mit 25 Euro nun mit einer „Strafe“ von 30 Euro rechnen.

Laut Stephanie Klages wird der ruhende Straßenverkehr regelmäßig überwacht, „um die Sicherheit zu währleisten“, verdeutlicht die Fachbereichsleiterin und nennt hier insbesondere den Markttag jeden Freitag, der stets für ein höheres Verkehrsaufkommen in der Leinestadt sorgt. Wer sich aber an die Regeln der Straßenverkehrsordnung hält, hat nichts zu befürchten und braucht sich auch den neuen Bußgeldkatalog nicht einzuprägen.

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