Kitas arrangieren sich mit der erneuten Notbetreuung

„Es ruckelt noch etwas“

Erzieherin Amelia Blasko spielt mit zwei Kindern in der Notbetreuung: Hinter dem etwas anderen Alltag in der Kita „Die kleinen Strolche“ steckt viel Organisationsaufwand.
+
Erzieherin Amelia Blasko spielt mit zwei Kindern in der Notbetreuung: Hinter dem etwas anderen Alltag in der Kita „Die kleinen Strolche“ steckt viel Organisationsaufwand.

Gronau / Eime / Banteln – In den Kindertagesstätten ist am Montag wieder die Notbetreuung angelaufen. Erstmals haben die Einrichtungen der Samtgemeinde selbst die Plätze vergeben und sich binnen weniger Tage neu organisiert. Die LDZ hat in den Einrichtungen in Banteln, Eime und Gronau nachgefragt, wie das gelungen ist.

„Es ist kein Zuckerschlecken, sein Kind während des Homeoffice nebenbei zu beschäftigen“, berichtet Melanie Urbanke aus Erfahrung. Die Leiterin der „kleinen Strolche“ in Eime versucht, ihre Bürotätigkeit von zu Hause aus zu absolvieren. Ihren Kollegen in den Gruppen ist Homeoffice aber natürlich nicht möglich. Zwar seien die unterschiedlichen Szenarien inzwischen bekannt, doch kam der abrupte Wechsel nach den Weihnachtsferien in Szenario C doch überraschend. „Es musste an viele Nuancen gedacht werden“, sagt Melanie Urbanke. „Wir sind gar nicht so schnell hinterhergekommen wie die Eltern uns Anfragen geschickt haben.“ Die Platzvergabe habe aber ganz gut funktioniert. „Es ruckelt, genau wie Jens Spahn gesagt hat, aber wir sind trotz der widrigen Situation noch ganz positiv gestimmt“, so Urbanke.

„Wir haben für alle Eltern ein offenes Ohr.“

Larissa Sürig, Leitung Kita „Lummerland“ in Banteln

Von einem guten, fast familiären Verhältnis zu den Eltern berichtet auch Larissa Sürig. Die Leiterin der Kindertagesstätte „Lummerland“ in Banteln erzählt von der guten Kooperation. Nur wenige Eltern seien auf die Notbetreuung angewiesen, so dass momentan fünf Kindergartenkinder und sechs Krippenkinder vor Ort sind. „Wir haben für alle Eltern ein offenes Ohr und geben auch mal Tipps“, verrät Larissa Sürig. 

Im evangelischen Kindergarten in Gronau ist die Platzvergabe ganz gut gelaufen. „Wir haben derzeit vier Kinder in der Krippe und 24 im Kindergartenbereich“, sagt Leiterin Ines Göbel. Einzelne Plätze in den Gruppen seien noch frei, doch da viele Eltern in pflegerischen Berufen arbeiten, wird die Notbetreuung dringend gebraucht. „Manch einer hat noch Minusstunden aus dem Frühjahr und muss jetzt arbeiten“, kennt Ines Göbel die Probleme der Eltern. – kim

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare