KGS-Abschlussschüler diskutieren mit Kommunalpolitikern über die Corona-Regelungen

„Es würde Betreuungslösungen geben“

Die Klasse 10H1 der KGS Gronau hat Kommunalpolitiker eingeladen, um über die besondere Situation für die Abschlussklasse in Corona-Zeiten zu sprechen.
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Die Klasse 10H1 der KGS Gronau hat Kommunalpolitiker eingeladen, um über die besondere Situation für die Abschlussklasse in Corona-Zeiten zu sprechen.

Gronau – Die 10H1 der Kooperativen Gesamtschule (KGS) in Gronau hat sich mit einem Brief an Kultusminister Grant Hendrik Tonne gewandt, um auf die schwierige Situation für die Abschlussklassen in Zeiten der Pandemie aufmerksam zu machen. SPD-Landtagsabgeordneter Volker Senftleben übergab den Brief an den Minister und hatte jetzt die Antwort aus dem Kultusministerium dabei, als er die Schüler in ihrem Klassenraum besuchte.

Denn die Schüler wollten die Gelegenheit nutzen, um direkt vor Ort mit den Kommunalpolitikern ins Gespräch zu kommen. Lars Wedekind und Sabine Hermes (CDU) nahmen die Einladung ebenfalls an. „Es ist gut, dass ihr euch so einsetzt und mutig seid – Respekt“, sagte Lars Wedekind von der Samtgemeinderatsfraktion.

Einige KGS-Schüler sprechen sich klar für Unterricht in Szenario B aus. Das heißt, dass nur die halbe Klasse am Präsenzunterricht teilnimmt, während die andere Hälfte zu Hause den gleichen Unterrichtsstoff durchnimmt. Die beiden Gruppen wechseln momentan an der KGS jeden Tag zwischen Homeschooling und Präsenzunterricht. Aufgrund eines Corona-Infizierten wurde die Maßnahme nun noch einmal bis 27. November verlängert. Doch sollte sich kein weiterer Infizierter melden, geht es dann für alle Schüler wieder gleichzeitig in den Klassenraum. „Dafür haben wir keinen Platz. Mit 25 bis 30 Schülern können wir keinen Abstand halten, müssen Maske tragen, können uns nicht konzentrieren und fürchten um unseren Abschluss“, fasste Alexander Herfort, Klassensprecher der 10H1, beim Besuch der Kommunalpolitiker noch einmal die Bedenken zusammen.

SPD-Landtagsabgeordneter Volker Senftleben aus Eime diskutiert mit den Schülern der KGS über die Vor- und Nachteile von Szenario B.

Landtagsabgeordneter Volker Seftleben vermittelte den Schülern den Zusammenhang zwischen ihrem Recht auf Bildung und dem Ziel, dass die Wirtschaft weiter funktionieren soll.  „Wir müssen einen Weg finden, dass alle möglichst sicher durch die Zeit kommen. Die Eltern sollen, dadurch dass Ihr zur Schule geht, den Kopf frei haben, um sich auf ihre Arbeit konzentrieren zu können“, sagte der Landtagsabgeordnete. „Es würde Betreuungslösungen geben. Für die Fünf- und Sechstklässler muss auch jetzt schon eine Notbetreuung vorgehalten werden“, hielt Alexander Herfort dagegen. – kim

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